Heft 4 - Juli 1951)


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Mitteilungsblatt des Berliner Schachverbandes e.V. Beilage der Deutschen Schachzeitung im Verlag Walter de Gruyter & Co., Berlin W 35 Nr. 4 - 1. Jahrgang - Juli 1951 Verbandsmitteilungen Berliner Damenmeisterschaft 1951 Tabellen-Endstand Pl. Name 1 2 3 4 5 6 7 8 9 10 11 Pkt. 1. Fr. Klabunde x 1 1 0 1 1 ½ 1 1 1 1 8,5 2. Frl. Krause 0 x 0 1 1 1 1 1 1 1 1 8,0 3. Fr. Redlich 0 1 x 1 1 1 ½ ½ ½ 1 1 7,5 4. Frl. Falk 1 0 0 x 1 0 1 1 1 1 1 7,0 5. Fr. Daunke 0 0 0 0 x 1 1 1 1 1 1 6,0 6. Fr. Krause 0 0 0 1 0 x 1 ½ 1 1 1 5,5 7. Fr. Fischer ½ 0 ½ 0 0 0 x 0 1 1 1 4,0 8. Fr. Dr. Schulte 0 0 ½ 0 0 ½ 1 x ½ 0 1 3,5 9. Fr. Wilzek 0 0 ½ 0 0 0 0 ½ x 1 1 3,0 10. Fr. Rudnick 0 0 0 0 0 0 0 1 0 x 1 2,0 11. Fr. Hannemann 0 0 0 0 0 0 0 0 0 0 x 0,0 Schachmeisterin von Berlin 1951: Frau Berta Klabunde; 2. Siegerin: Frl. Erna Krause; 3. Siegerin: Frau Friedel Redlich (Titelverteidigerin). Damit ist nach mehreren Jahren erstmalig der Titel in anderen Händen. Erstmalig auch ist nach 67 Jahren ein Titel an den spielstarken Spandauer Schachverein gefallen. Berlins Schachgemeinde gratuliert zu dem schönen Erfolg. Berliner Jugendmeisterschaft 1951 Tabellen-Endstand Pl. Teilnehmer Verein 1 2 3 4 5 6 7 8 9 0 1 2 3 4 5 6 7 8 Pkt. 1. Fuchs Union-Ob. x 1 1 0 1 ½ ½ 1 1 ½ 1 1 1 1 1 1 1 1 14,5 2. Darga Wittenau 0 x ½ 1 1 0 1 1 1 + 1 ½ 1 1 1 1 1 1 14,0 3. Budrich Seelenbinder 0 ½ x 1 0 ½ 1 1 1 ½ ½ 1 1 1 1 1 1 1 13,0 4. Bialas Union-Ob. 1 0 0 x 1 0 0 1 ½ 1 1 ½ 1 1 1 1 1 1 12,0 5. Cawi Wilmersdorf 0 0 1 0 x 1 1 1 1 1 0 1 1 1 ½ 0 1 1 11,5 6. Schulz Kreuzberg ½ 1 ½ 1 0 x 0 1 0 1 1 0 1 ½ 1 1 + 1 11,5 7. Stahl Adlershof ½ 0 0 1 0 1 x ½ 1 1 0 1 1 1 0 1 + 1 11,0 8. Golz Lichtenberg 47 0 0 0 0 0 0 ½ x + 1 1 1 1 1 1 1 ½ 1 10,0 9. Richter Lichtenberg 47 0 0 0 ½ 0 1 0 - x 1 1 ½ - 1 0 1 1 1 8,0 10. Gerlach Turm ½ - ½ 0 0 0 0 0 0 x ½ 1 ½ 1 1 1 1 ½ 7,5 11. Störk Weißensee 0 0 ½ 0 1 0 1 0 0 ½ x 0 ½ 0 ½ 1 1 ½ 6,5 12. Stieg Seelenbinder 0 ½ 0 ½ 0 1 0 0 ½ 0 1 x 0 0 1 ½ ½ 1 6,5 13. Gaertig Lichtenberg 47 0 0 0 0 0 0 0 0 + ½ ½ 1 x ½ 1 ½ ½ 1 6,5 14. Delander Neukölln 0 0 0 0 0 ½ 0 0 0 0 1 1 ½ x 1 1 1 ½ 6,5 15. Humburg Neukölln 0 0 0 0 ½ 0 1 0 1 0 ½ 0 0 0 x 1 0 0 4,0 16. Domino Wilmersdorf 0 0 0 0 1 0 0 0 0 0 0 ½ ½ 0 0 x 1 1 4,0 17. Igney Weißensee 0 0 0 0 0 - - ½ 0 0 0 ½ ½ 0 1 0 x + 3,5 18. Schiffmann Caissa 0 0 0 0 0 0 0 0 0 ½ ½ 0 0 ½ 1 0 - x 1,5 Berliner Jugendschachmeister 1951: Reinhard Fuchs; 2. Sieger: Darga; 3. Sieger: Budrich. Der Titelträger hat in einem spannenden Wettstreit sehr begabter Nachwuchsspieler seinen Titel mit Erfolg verteidigt. Berlins Schachfreunde gratulieren dem jugendlichen Meister. Deutsche Frauen-Schachmeisterschaft 1951: ausgetragen in Klosterlausnitz (Thüringen) in der Zeit vom 27. 5. bis 15. 6. 1951; 18 Teilnehmer aus West- und Ostdeutschland einschließlich West- und Ostberlin. Schachmeisterin von Deutschland 1951: Frl. Edith Keller, Dresden; 2. Siegerin: Fr. Friedl Rinder, München (Titelverteidigerin); 3. Siegerin: Fr. Mira Kremer, Mühlhausen. Von

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den Berliner Vertreterinnen erreichten den 4. Platz Fr. Friedel Redlich (Berliner Exmeisterin), den 11. Platz Fr. Berta Klabunde (Berliner Meisterin 1951) und den 13. Platz Fr. Martha Daunke. Spielausschuß: Auf der Spielleitersitzung am 16. 6. 51 im Klubheim Neukölln konnte hinsichtlich der Turnierordnung zu den kommenden Mannschaftswettkämpfen in einigen Punkten noch keine allgemein befriedigende Einigung erzielt werden. Der Spielausschuß wird die eingebrachten Vorschläge einarbeiten und zu einem späteren Zeitpunkt die Techniker der Vereine nochmals zu einer Aussprache einladen. Die Herren Spielleiter werden gebeten, das vorliegende Exposé erneut genau durchzuarbeiten und vorweg zu den strittigen Punkten schriftlich an den Spielleiter des Verbandes Stellung zu nehmen. Derselbe steht auch jederzeit in den Abendstunden zur Aussprache nach Voranmeldung zur Verfügung; ab 1.7. 51 auch telefonisch unter 663815. Der Vorstand ermöglichte dem Schachfreund Unverdroß (Süd-West-Zehlendorf) durch einen Reisezuschuß von 30 DM die Teilnahme an der Westdeutschen Schachmeisterschaft für Blinde, an der 17 Schachfreunde teilnahmen. Den 1. und 2. Platz teilten Unverdroß-Berlin und Würtz-Köln mit je 9½ P. Im Entscheidungskampf siegte Würtz. Der Kassenwart des Verbandes erinnert nochmals daran, daß die Mitgliederstärken bis zum 10. jeden Monats an den Kassenwart zu melden und die Beiträge zum gleichen Termin für den vergangenen Monat abzuführen sind. Berliner Einzelmeisterschaft 1951 Tabellen-Endstand 1. Berthold Koch x 1 ½ 1 ½ 0 1 1 1 ½ 1 1 8,5 2. Kurt Richter 0 x 1 ½ 0 1 1 1 ½ 1 1 1 8,0 3. Rudolf Kirchhammer ½ 0 x 1 ½ 1 0 1 ½ 1 1 1 7,5 4. K.Kühn 0 ½ 0 x 1 1 1 1 0 ½ 1 1 7,0 5. Walter Mandel ½ 1 ½ 0 x 0 ½ 0 1 ½ 1 1 6,0 6. Paul Roesner 1 0 0 0 1 x ½ 0 1 1 ½ 1 6,0 7. Robert Seiffert 0 0 1 0 ½ ½ x 0 1 ½ 1 1 5,5 8. Rudolf Elstner 0 0 0 0 1 1 1 x 0 1 0 1 5,0 9. Friedrich Vogt 0 ½ ½ 1 0 0 0 1 x ½ 0 1 4,5 10. Reinhold Vogel, Wittenau ½ 0 0 ½ ½ 0 ½ 0 ½ x 1 1 4,5 11. Arthur Pantzke 0 0 0 0 0 ½ 0 1 1 0 x 0 2,5 12. Sternberg 0 0 0 0 0 0 0 0 0 0 1 x 1,0 Berliner Schachmeister 1951: B. Koch; 2. Sieger: K. Richter; 3. Sieger: Kirchhammer. Die diesjährige Schachmeisterschaft wurde ohne den Titelverteidiger Teschner und anderen Westberliner Spitzenspielern im Ostsektor ausgetragen. Die Entscheidung fiel nach hartem Kampf erst in der letzten Runde. Berlins Schachgemeinde gratuliert dem neuen Titelträger zu seinem schönen Erfolg. Aus den Vereinen Schachspielgemeinschaft Reinickendorf-West: Neuer Klubmeister 1951 Anker vor Großmann, Hillbrunner und Rosenow. In einem 10-rundigen Schweizer Turnier belegte Dahlke mit 7 P. den 1. Platz. Schachklub Wedding: Neues Spiellokal = Sportrestaurant Rehberge, im Volkspark Rehberge. Spielabende: Montag und Freitag von 18.30 bis 22.30 Uhr. Die Vereinsblitzmeisterschaft hatte folgendes Ergebnis: 1. Karl Blank, 2. Horst Seek, 3. Helmut Groneberg. Einen Freundschaftskampf gegen Wittenau am 27. Mai 1951 konnte Wedding mit 17 : 8 für sich entscheiden. Die beiden Neuköllner Schachvereine "Schachklub Neukölln" und "Neuköllner Schachfreunde" beabsichtigen, ein Schachturnier um die Neuköllner Meisterschaft auszutragen und haben den dortigen Bürgermeister gebeten, die Schirmherrschaft zu übernehmen und Mittel bereitzustellen, um das Ereignis in einem passenden Turniersaal und in festlichem Rahmen gestalten zu können. Herausgeber des Mitteilungsblattes ist der Berliner Schachverband e. V. Verantwortlich: Der Pressewart des Verbandes Curt Seibert, Charlottenburg 9, Reichsstr. 4, Tel.: 979344. - Alle Nachrichten, die nach dem 15. jeden Monats beim Pressewart eingehen, können nicht mehr berücksichtigt werden.