Heft 7 - Oktober 1951)


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Mitteilungsblatt des Berliner Schachverbandes e. V. Beilage der Deutschen Schachzeitung im Verlag Walter de Gruyter & Co., Berlin W 35 Nr.7 - 1.Jahrgang - Oktober 1951 Verbandsnachrichten Ordentlicher Verbandstag 1951: Am Sonntag, dem 23. September 1951 fand im Restaurant Feicht der Ordentliche Verbandstag 1951 statt, zu dem 24 von den 27 Vereinen des Verbandes Delegierte entsandt hatten. Der Verlauf war im Gegensatz zu den beiden letzten Verbandstagen außerordentlich harmonisch. Der erste Vorsitzende Dr. Stüber gab ein übersichtliches Bild über die Arbeit des Vorstandes, die als erfolgreich angesehen werden darf. Besonders die Zusammenarbeit mit dem Deutschen Schachbund wurde so gefestigt, daß Berlin in Zukunft bei allen wichtigen Ereignissen nicht mehr übergangen oder als Stiefkind behandelt werden wird. Die Finanzlage ist erfreulich. Obwohl der Vorstand vor acht Monaten mit einem Defizit von über 400 DM sein Amt antrat, hat die Kasse jetzt einen Bestand von rund 1400 DM aufzuweisen. Bei der Aufstellung eines Haushalt-Voranschlages, der allgemein gebilligt wurde, sind die etwa eingehenden Totogelder nicht berücksichtigt worden, weil der Vorstand Wert darauf legt, auch mit den Beiträgen der zur Zeit rund 1300 Mitglieder bei sparsamer Wirtschaft auszukommen. Auch der Bericht des Spielleiters Weihs wurde mit Beifall aufgenommen, und die Versammlung bescheinigte, daß der gesamte Vorstand einschließlich des Spielausschusses zur vollsten Zufriedenheit der Vereine gearbeitet habe. Nachdem die Kassenprüfer die einwandfreie Kassenführung des Kassierers Menschner nicht nur bescheinigt, sondern besonders lobend hervorgehoben hatten, wurde unter dem Beifall sämtlicher Anwesenden dem gesamten Vorstand Entlastung erteilt und anschließend unter Leitung des Alterspräsidenten Deinstrop der gesamte Vorstand einstimmig wiedergewählt. Für das nächste Verbandsjahr sind den nachstehenden Persönlichkeiten folgende Ämter übertragen worden: Vorstand: Erster Vorsitzender Dr. Stüber (Zehlendorf), stellv. Vorsitzender und Pressewart Seibert (Eckbauer), stellv. Vorsitzender und Spielleiter Weihs (Kreuzberg), Kassenwart Menschner (Wedding), Schriftführerin Frau Rudnick (Eckbauer). — Spielausschuß: Spielleiter Weihs, für Mannschaftskämpfe Trumpler (Kreuzberg), für Einzelmeisterschaft Seifarth (Spandau), für Frauenmeisterschaft Frau Rudnick, Jugendleiter Weschke (Caissa), stellv. Jugendleiter Siegmund (Springer Tegel), Beisitzer Radau (Neukölln) und Redlich (Turm). — Schiedsgericht: Vorsitzender Dr. Boethelt (Lasker), Beisitzer Jericke (Wedding), Gerstenkorn (Caissa), Vogt (Eckbauer), Riepenhausen (Zehlendorf), Eckstein (Spandau) und Körber (Humboldt). — Kassenprüfer: Schlicht (Springer Tegel) und Deinstrop (Wilmersdorf). Mitteilungsblatt: Der Verbandstag beschloß, das Mitteilungsblatt weiter bestehen zu lassen. Es soll in Zukunft, da sowohl die Ostzone als auch Westdeutschland größere Mengen laufend bestellt haben, in höherer Auflage erscheinen und zu einem Preise von 5 Pfennigen an die Vereine abgegeben werden, die sich verpflichteten, für jedes Mitglied ein Exemplar abzunehmen.

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Vorrunde zur Deutschen Mannschaftsmeistesschaft 1951. In der Vorrunde trafen sich in Berlin (beim Schachklub Wilmersdorf) die Hamburger Schachgesellschaft und Schachgesellschaft Eckbauer Berlin. Die Hamburger siegten mit 5:3 Punkten an 8 Brettern. Es spielten: Rellstab/Dr. Lehmann 1:0, Sahlmann/Gumprich 1:0, Maicherczyk/Mross 1:0, Klaeger/Grohmann 0:1, Siegel/Czach ½:½, Schumann/Kinzel ½:½, Hodakowsky/Steneberg 1:0, Lohmann/Vogt 0:1. Ausscheidung zur Deutschen Einzelmeistcrschaft 1951. Das von 3 Hamburger und 3 Berliner Spitzenspielern besetzte Turnier endete mit folgendem Ergebnis: Sieger Dr. Lehmann und Hodakowsky je 3½, III. Sahlmann 3, IV. Heinicke 3, V. Mross 2, VI. Kühn 0 Punkte. Die Sieger müssen noch einen Stichkampf austragen, um festzustellen, wer an der Deutschen Meisterschaft teilnehmen darf. Aus den Vereinen Schachklub Kreuzberg: Am 19. August fand die erste Bezirksmeisterschaft im Bezirk Kreuzberg ihren Abschluß. Im Rahmen einer kleinen Feier überreichte Bürgermeister Kreßmann dem neuen Bezirksmeister Holze den von ihm gestifteten Ehrenpreis und Ehrenurkunden an die drei Besten des Turniers. Ergebnis: Sieger Holze 6½, II. Kühn 6, III. Heuer 4½, IV. Menzel 3½, V. Haum 2½, VI. Kaiser 2, VII. Kammerau 2, VIII. Kliehm 1 Punkt. König-Tegel: Spiellokal Restaurant Jachan, Tile-Brügge Weg (459998), Spieltage Mittwoch und Sonntag Vormittag. Klubmeister 1951 und Gewinner des wertvollen Wanderpreises O. Ebersbach, Blitzmeister Schwentzig. Das Winterturnier hat am 3. Oktober begonnen. Neuköllner Schachfreunde: Schlußstand des Neuköllner Turniers um die dortige Bezirksmeisterschaft: Sieger Dahl 9 (nach Stichkampf) vor Schwarz 9, III. Delander 8, IV. Steneberg 7½, V.—VII. Pinkall, Kettler und Fröhlich je 6, ferner Esser und Weiß je 5½. Lehmann 5, Markert 4, Ludwig 3½, Hilgers 3 Punkte. Der Spandauer Schach-Verein E. V. beschloß ein erfolgreiches Jahr durch eine gut besuchte Veranstaltung anläßlich der Siegerehrung. In der Stadtmeisterschaft siegten mit je 8½ Punkten Silbermann und Mross. Klubmeister wurde Silbermann mit 12½ vor Mross 10. Weitere Preisträger waren: Zwischenliga: Razga 15, Abraham und Haesner je 13; I. Klasse: Lucke 17, Marks 13; II. Klasse, Gruppe A: Bongs 12½, Seifarth und Schönfelder je 11½; II. Klasse, Gruppe B: Urbanski 16½, Eckstein, M. 15; Jugendmeisterschaft: Mohr 10, Rufft 9½; Blitzturnier, Gruppe I: Mross 92, Groß 69; Gruppe II: Torkel und Belcke je 57½; Gruppe III: Mohr 67½, Borowski 65½; Sommerturnier: Hildebrandt 10, Razga und Groß je 9½. Die kommenden Mannschaftskämpfe werden wieder mit 5 Mannschaften bestritten. Durch intensive Werbearbeit steigerte sich die Mitgliederzahl auf 137. Damit steht Spandau zahlenmäßig an der Spitze aller Vereine des Berliner Schachverbandes. Herausgeber des Mitteilungsblattes ist der Berliner Schachverband e. V. Verantwortlich: Der Pressewart des Verbandes Curt Seibert, Charlottenburg 9, Reichsstr. 4, Tel.: 979344. - Alle Nachrichten, die nach dem 15. jeden Monats beim Pressewart eingehen, können nicht mehr berücksichtigt werden.