Heft 9 - Dezember 1951)


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Mitteilungsblatt des Berliner Schachverbandes e.V. Beilage der Deutschen Schachzeitung im Verlag Walter de Gruyter & Co., Berlin W 35 Nr.9 - 1.Jahrgang - Dezember 1951 Verbandsnachrichten Deutsche Jugendmeisterschaft 1951 in Hamburg vom 21.10. bis 4.11.1951 Das vom Hamburger Schachklub veranstaltete Turnier war vorbildlich organisiert. Besonderen Dank um die Ausgestaltung gebühren unserem Präsidenten des D.S.B., Herrn Dähne, sowie dem Bundesjugendwart, Herrn Harbecke, Herrn Glan sowie dem Turnierleiter, Herrn Ahrends. Dank muß außerdem zuteil werden all den vielen namenlosen Händen der Hamburger Schachfreunde, die hinter den Kulissen an dem Gelingen dieser Meisterschaft einen sicher nicht geringen Anteil hatten. Die Tage in der Alsterstadt werden unserem Schach-Nachwuchs in der Erinnerung als ein großes Erlebnis sicher noch lange haften bleiben. Hervorragend haben sich in dem Elite-Feld von 16 Teilnehmern unsere Berliner Vertreter Klaus Darga und Udo Cawi geschlagen. Die Spielleitung des Berliner Schachverbandes und mit ihm die ganze Berliner Schachgemeinde gratulieren zu diesem ausgezeichneten Erfolg. Und nun der Tabellen-Endstand: Deutsche Jugendmeisterschaft in Hamburg 1951 Teilnehmer 1 2 3 4 5 6 7 8 9 0 1 2 3 4 5 6 P. 1. Metternich, Kelsterbach x 0 ½ 1 1 ½ 1 ½ 1 1 1 1 ½ ½ 1 ½ 11 2. Darga, Berlin 1 x ½ ½ ½ 1 0 1 1 ½ ½ ½ 1 1 1 1 11 3. Heilemann, Hannover ½ ½ x ½ ½ ½ ½ 1 1 1 0 1 1 1 1 1 11 4. Scheipl, Straubing 0 ½ ½ x 1 ½ ½ ½ ½ 1 0 1 1 1 1 1 10 5. Cawi, Berlin 0 ½ ½ 0 x ½ 1 0 ½ 1 1 ½ 1 1 1 1 9½ 6. Hagen, Rendsburg ½ 0 ½ ½ ½ x ½ 1 ½ ½ 1 0 1 1 ½ 1 9 7. Richter, Köln 0 1 ½ ½ 0 ½ x ½ 1 0 0 0 1 1 1 1 8 8. Faber, Hamburg ½ 0 0 ½ 1 0 ½ x ½ ½ 1 1 1 0 0 1 7½ 9. Bungor, Hamburg 0 0 0 ½ ½ ½ 0 ½ x 0 1 1 1 1 ½ 1 7½ 10. Oette, Stuttgart 0 ½ 0 0 0 ½ 1 ½ 1 x 1 1 0 ½ 1 0 7 11. Jarczynski, Bochum 0 ½ 1 1 0 0 1 0 0 0 x 0 ½ 1 ½ 1 6½ 12. Schröder, Hamburg 0 ½ 0 0 ½ 1 1 0 0 0 1 x ½ ½ 1 0 6 13. Friederichs, Bremen ½ 0 0 0 0 0 0 0 0 1 ½ ½ x ½ 1 ½ 4½ 14. Hörner, Simmern ½ 0 0 0 0 0 0 1 0 ½ 0 ½ ½ x ½ 1 4½ 15. Vachramejer, Mannheim 0 0 0 0 0 ½ 0 1 ½ 0 ½ 0 0 ½ x 1 4 16. Zittel, Offenburg ½ 0 0 0 0 0 0 0 0 1 0 1 ½ 0 0 x 3 Die drei Punktgleichen wird ein Stichkampf zu Weihnachten voraussichtlich in Hamburg oder Essen noch einmal zusammenführen, um den endgültigen Jugendmeister zu ermitteln. Berliner Einzelmeisterschaft 1951/52 - Vorrunde An der Vorrunde nehmen 59 Spieler aus 21 Vereinen teil, und zwar von Seelenbinder 7, von Turm, Kreuzberg, Union Ob., Lichtenberg, Lasker, Wedding je 4, von Eckbauer, Wilmersdorf, Wittenau, Neukölln je 3, von Kottbuser Tor, Tempelhof, Weißensee, Steglitz je 2 und von Pankow, Adlershof, Empor Nord, Caissa, Springer Tegel je ein Spieler. Die Vorrunde ist demnach durch 39 Spieler aus Westberlin und 20 Spieler aus Ostberlin besetzt. Entgegen Absatz 2 der Ausschreibungen sind 6 Gruppen zu je 10 Spielern gebildet worden, wobei in einer Gruppe ein Spieler ausfiel, so daß es nicht 60, sondern nur 59 Teilnehmer sind. Die 4 Bestplacierten jeder Gruppe, zusammen also 24 Spieler, steigen zur Zwischenrunde auf.

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Achtung! Vorberechtigte gemäß Rundschreiben vom 11. 10. 1951 der Zwischenrunde und Endrunde. Denkt an die Anmeldepflicht! Meldeschluß zur Zwischenrunde ist der 31. 12. 1951, Meldeschluß zur Endrunde der 15. 2. 1952. Alle Meldungen sind schriftlich an den Turnierleiter der Einzelmeisterschaft, Rudolf Seifarth, Spandau, Segefelder Straße 167 zu richten. Schachsportlicher Leckerbissen Alle Spitzenspieler Berlins, die an der Deutschen Einzelmeisterschaft in Düsseldorf und an der Westdeutchen Jugendmeisterschaft in Hamburg teilgenommen haben, werden ihre dadurch versäumten Partien aus der Berliner Mannsohafts-Meisterschaft am Sonntag, dem 9. 12. 1951 um ¾9 Uhr im Klubheim des Schachclubs Kreuzberg, SW 29, Urbanstraße 20 (Bezirksamtskantine) gemeinsam nachspielen. Es stellen sich dort dem Kampfleiter (Turnierleiter Trumpler) die Berliner Meister 1950 und 1951 R. Teschner und B. Koch, der DDR-Meister 1950 R. Elstner, der Spitzenspieler der Schachgesellschaft Eckbauer, Dr. Lehmann, der DDR-Jugendmeister 1950 Fuchs, die Westberliner Jugendmeister 1950 und 1951 Cawi und Darga sowie weitere Spitzenspieler der Berliner Stadtliga. Schach-Taschenjahrbuch 1952. Dem Berliner Schachverband ist es gelungen, das Anfang Dezember erscheinende Schach-Taschen Jahrbuch 1952 zu dem verbilligten Preis von 4.— DM liefern zu gönnen (Ordinärpreis 4,95 DM). Bestellungen werden schnellstens an den Kassenwart des Verbandes erbeten. Aus den Vereinen Schachgruppe Siemens. Am 16. 11. spielte Meister Mross (Spandau) bei Siemens simultan an 24 Brettern gegen starke Gegner. Er erzielte + 13 = 6 - 5, da einige Spiele abgeschätzt werden mußten, bei denen Mross auf Gewinn stand. Schachklub Turm. Ergebnis des Sommerturniers: Stadtklasse W. Pflughaupt mit 100% vor Netz und Ahlberg, I. Kl. Jeroste vor Witte und Grimm II. Kl. W. Hering. Neuköllner Schachfreunde. Sieger im Sommerturnier Gr. I Schwarz vor Markert und Pinkall. Gr. II Emmeluth und Peyhorsky vor Runow und Dornieden. Gr. III Kumpe vor Plage. 30 Mitglieder beteiligten sich an der in 5 Gruppen im Gange befindlichen Vereinsmeisterschaft. Schachclub Kreuzberg. Klubmeister wurde Pawelczak nach Stichkampf vor Roesner. Sieger im Sommerturnier Gr. I Freitag mit 100%. Gr. II Thunig. Gr. III Strumpf. Blitzturniersieger wurde Kühn, in der Gr. II Doellert. Ein Freundschaftskampf gegen Neuköllner Schachfreunde an 25 Brettern endete 14½ : 10½ für Kreuzberg, das ohne I. Mannschaft spielte. Schachgesellschaft Eckbauer. Gegen den Meister der DDR, Einheit-Ost Leipzig gewann die I. Klasse einen Vergleichskampf mit 5½ : 4½ und 6: 3, also mit 11½ zu 7½. Schachverein Steglitz. Der Schachverein änderte seinen Namen wieder in Schachverein Schallop, den er während der Hitlerzeit ablegen mußte. Bürgermeister Zehden hielt eine Begrüßungsansprache und eröffnete das zur Zeit laufende Schallop-Gedenk-Turnier im Breitenbachkeller. Schachclub A.T.V. Die Generalversammlung ergab folgende Zusammensetzung des Vorstandes: Vorsitzender Otto Christ, Spielleiter Benno Blank, Kassierer Erwin Heino, Schachlokal ist Cafe "OW", Bülowstraße 89, Tel.: 243178, Spielabend jeden Dienstag. Der Klub wird demnächst seinen Namen ändern. Schachverein Wilmersdorf. Die Mitgliederversammlung wählte folgenden neuen Vorstand: 1. Vorsitzender Franz Deinstrop, 2. Vorsitzender Ferdinand Becker, Kassierer W. v. Düsterlho, Spielleiter Willi Luschner, Jugendleiter Heinz Scholz. Schachverein Kottbuser Tor. In den Vorrunden zum Winter-Vereinsturnier setzten sich die Spitzenspieler Schmidt, Zander, Linke und Lewandowski durch. Die Endrunde beginnt erst Mitte Januar, um beiden Mannschaften Gelegenheit zu geben, sich für schwerere Kämpfe vorzubereiten. Herausgeber: Berliner Schachverband e.V. Verantwortlich: Der Pressewart des Verbandes Curt Seibert, Charlottenburg 9, Reichsstr. 4, Tel.: 979344.