Heft 1 - Januar 1952)


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Mitteilungsblatt des Berliner Schachverbandes e.V. Beilage der Deutschen Schachzeitung Verlag Walter de Gruyter & Co., Berlin W 35 Nr.1 - 2.Jahrgang - Januar 1952 Verbandsnachrichten Der Vorstand des Berliner Schachverbandes wünscht allen Berliner Schachfreunden ein gutes und erfolgreiches Neues Jahr. Er spricht gleichzeitig die Hoffnung aus, daß es gelingen möge, die Erfolge der Berliner Schachgemeinde und seiner Spitzenspieler, die im vergangenen Jahre im Gewinn der deutschen Schachmeisterschaft durch Rudolf Teschner gipfelte, zu wiederholen und noch zu vermehren. Im Namen des Vorstandes Dr. Erich Stüber, Erster Vorsitzender Mannschaftsvergleichskampf Groß-Berlin - DDR am 15./16.12.51 Teilnehmer: je 20 Männer, 18 Jugendliche und 10 Frauen. Ergebnis: Männer 26:14 (14:6) für Groß-Beriin, Jugendliche 19:17 (9:9) für Groß-Berlin, Frauen 4½:15½ (1:9) für DDR. Bei den Männern gewannen für Berlin beide Partien: Teschner, B. Koch, Mroß, Rhodin, Kühn; 1½ Punkte holten: K. Richter, Elstner, W. Koch, Mandel, Maaß, Seifert; 1 Punkt erreichten: Kirchhammer, Hallbauer, Vogt und Streuberg. Ganz ohne Erfolg ist kein Berliner Spieler geblieben! Bei der Jugend holten 2 Punkte: Budrich, Cawi, Golz, Delander; 1½ Punkte erreichten: Darga, Reichenbach, Lehmann; 1 Punkt erzielten: Bialas, Schulz, Stahl, Brüntrup, Baumbach. Ohne Erfolg blieb nur Störck. Bei den Damen konnte nur Fr. Falk beide Punkte holen. Fr. Klabunde, Frau Fischer erreichten 1 Punkt und Frau Hildebrandt rettete ½ Punkt. Eine Übersicht seit 1949 zeigt: Männer Jugendliche Frauen 1949 20:20 8½:10½ 7½:7½ 1950 23½:16½ 19:21 11:11 1951 26:14 19:17 4½:15½ Gesamtstand 69½:50½ 46½:48½ 23:34 Jugend-Einzelmeisterschalt 1951/52 (Vorrunde) Die Vorrundenkämpfe sind beendet. Zur Zwischenrunde qualifizierten sich: in der Gruppe Süd: Harald Lieb (Süd-West) 7 Punkte Joachim Krause (Eckb.) 5 Punkte Manfred Dornieden (Nkl. Sfr.) 5 Punkte Horst Kumpe (Nkl. Sfr.) 5 Punkte. in der Gruppe Nord: Dieter Passuth (Caissa) 8 Punkte Werner Schmidt (Caissa) 8 Punkte Heikki Heikkila (Eckb.) 8-Punkte Dazu kommen noch 2 Spieler aus einem Stichkampf zwischen Hoff (Wittenau); Langer (Caissa) und Nalezinski (Spring. Tag) z. Zt. alle 7 Punkte. Aus den Vereinen Schachclub Kreuzberg. Zur Einführung des neugegründeten Schachklubs "Weiße Dame" führte Kreuzberg 2 Freundschaftskämpfe durch. Der erste Kampf im Klubheim an 17 Brettern endete 8½:8½, der Rückkampf im Klubheim der "Weiße Dame" an 25 Brettern 19:6 für Kreuzberg. Im 1.Kampf spielten nur

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Spieler der 3.-5. Mannschaft, im Rückkampf war Kreuzberg durch Spieler der 2. Mannschaft verstärkt. "Weiße Dame" spielt ab 6. 1. 52 in der Klasse B, Gr. 1 an Stelle von "Mechanik-Mitte", die Mannschaftskämpfe mit. Zehlendorf (Schachgesellschaft Südwest). Der für Dezember 1951 vorgesehene Vortragsabend von Dr. Heinz Lehmann mußte wegen Terminschwierigkeiten verlegt werden. Er findet am Donnerstag, dem 17. 1. 52, um 19.30 Uhr im Restaurant "Zum fröhlichen Wanderer", Fischerhüttenstr. 45, statt. Anschließend Simultanspiel. Gäste willkommen. Eckbauer: Der Bezirksbürgermeister Batzel von Charlottenburg stiftete als 1. Preis für das laufende Winterturnier das bekannte Bild von Hoegfeld "Schachmatt" mit gravierter Plakette. Berliner Mannschaftsmeisterschaft 1951/52 (Stand nach der 3. Runde) Stadtliga Zwischenliga 1 Zwischenliga 2 1. Union Ob. 1 18H Tempelhof 1 19½ Stahl 1 20 2. Kreuzberg 1 18 Weißensee 1 18 Steglitz 1 19½ 3. Pankow 1 17½ Eckbauer 2 18 Neukölln 1 19 4. W. Seelenb 1 16½ W.Seelenb. 2 16½ Wittenau 1 17½ 5. Eckbauer 1 16HH Nkl.Schachfr. 1 16 Zehlendorf 1 17H 6. Turm 1 15 Spandau 2 14½ Humboldt 1 17 7. Wilmersd. 1 14 Adlershof 1 14 Lichtenberg 1 12½H 8. Spandau 1 13½H Kreuzberg 2 11½ König Tegel 1 12½ 9. Wedding 1 10½ Wilmersdorf 2 11½ Läufer Rein. 1 7H 10. Lasker 1 8 Neukölln 2 10½ Kottb.Tor 1 6½ A-Klasse 1 A-Klasse 2 A-Klasse 3 1. Wittenau 2 20½ Union Ob. 2 23 Humboldt 2 19 2. Eckbauer 3 20H Grün-Weiß 1 23½ Tempelhof 2 18½ 3. Siemens 1 19½ Eckbauer 4 20 Empor Nord 1 17H 4. Friedrichshg. 1 19½ Rein. West 1 14½ W.Seelenb. 3 17 5. Lichtenberg 2 19 Nkl.Schachfr. 2 14½ Neukölln 3 16 6. Caissa 1 16½ Spandau 3 14½ Kreuzberg 3 15½ 7. Wedding 3 11 Stahl 2 11½ Weißensee 2 14 8. Lasker 2 9½ Läufer Rein. 2 11½ Spandau 4 13 9. Adlershof 2 6½ Wilmersdorf 3 10½ Steglitz 3 9½ 10. Wilmersdorf 4 6 Humboldt 3 8½ Turm 3 9½ A-Klasse 4 B-Klasse 1 B-Klasse 2 1. Turm 2 22½ Kottbus.Tor 2 19 Mot. Tro 1 23½ 2. Zehlendorf 2 21 Hertha Ob. 1 17 Einh. Mitte 1 21½ 3. Steglitz 2 18½H Wittenau 3 16 W.Seelenb. 4 21 4. Spandau 5 17 Gasag 1 14½1) Tempelhof 3 18 5. Wedding 2 17 Pankow 2 13½1) Weißensee 3 16½ 6. Mot.Trept. 1 14½ Läufer Rein. 3 9½ König Tegel 2 14½ 7. Spring.Teg. 1 13 Wedding 5 8½ Mot. Trept. 2 12 8. Lichtenberg 3 10½ Friedrichshg. 2 7½1) DeTeWe 1 11 9. Rein. West 2 8½ Bewag 2 5 Wittenau-Ost 1 8½ 10. Caissa 2 5 Weiße Dame 1 - 2) Kreuzberg 5 3½ B-Klasse 3 B-Klasse 4 1. Empor Nord 2 23½ Eckbauer 5 23 2. Bewag 1 20½ Lasker 3 20 3. Siemens 2 19 Kreuzberg 4 16 4. Wedding 4 17½ Chemie Lbg. 1 16 5. Tempelhof 4 14 Union Ob. 3 15½ 6. Mot.NAG 1 13½ Medizin 1 15½ 7. W.Seelenb. 5 12 W.Seelenb. 6 12½ 8. Spring.Teg. 2 11½ Mot. Trept. 2 11½ 9. Chemie Lbg. 2 11 Grün-Weiß 2 11 10. Traktor 1 7½ Hertha Ob. 2 8 1) Ein Spiel weniger, da Mechanik-Mitte ausgeschieden ist. 2) An seine Stelle tritt ab 1952 "Weiße Dame", ein neugegründeter Schachverein, der die 3 überfälligen Runden nach gesondertem Spielplan nachspielen wird. Herausgeber: Berliner Schachverband e. V. Verantwortlich: Der Pressewart des Verbandes Curt Seibert, Charlottenburg 9, Reichsstr.4, Tel. 979344