Heft 9 - September 1952)


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Mitteilungsblatt des Berliner Schachverbandes e.V. 4 Beilage der Deutschen Schachzeitung Verlag Walter de Gruyter & Co., Berlin W 35 Nr. 9 2. Jahrgang September 1952 Verbandsnachrichten Deutsche Fraucnmeisterschaft 1952 in Schwerin Berlin war durch die Berliner Meisterin 1952, Frau Friedel Redlich, die Berliner Meisterin 1951, Frau Berta Klabunde, und durch Frau Daunke vertreten. Hervorragend schlug sich Frau Klabunde, die mit 8% Punkten den 5. Platz belegen konnte. Weit unter Form spielend wurde Frau Redlich mit 5 Punkten nur. Vierzehnte. Frau Daunke mußte sogar alle Teilnehmer vorbeiziehen lassen und sich mit dem letzten Tabellenplatz begnügen. Der Endstand: 1. Keller-Hermann, Dresden 13%, 2. Kastens, Hamburg 11, 3. Rinder, München 1054» 4. Imkamp, Köln 10, 5. Klabunde, Berlin 8$£"£;"6. Kremer, Mühlhausen 8, 7. Nüsken, Pirna 7%» 8. Paschke, Schwarzenberg 7j;9. Baitsch, Baden 7, 10. Stibauer, Frankfurt 6, 11. Ziehr, Ob.-Bayern 6, 12. Hörhirig, Magdeburg 5J4, 13. Kupka, Halle 5J4» 14. Redlich, Berlin 5, 15. Baumann, Erfurt 5, 16. Daunke, Berlin 4. '. ■ Die Deutsche Meisterin Frau Edith Keller-Hermann behauptete erneut in überlegenem Stil ihren Titel. Keiner Teilnehmerin gelang es, der Siegerin,eine Partie abzunehmen. Auch der erhoffte Zweikampf zwischen ihr und Frau Rinder blieb aus. Berlins Schachgemeinde gratuliert der erfolgreichen Titelverteidigerin zujhrem hervorragenden Sieg, beglückwünscht aber gleichzeitig auch Frau Klabunde zu dem öffentlichen Fortschritt, den sie in der schweren Materie der 64 Felder gemacht hat. Für alle Berliner Vereine aber mag das nicht ganz zufriedenstellende Ergebnis eine v Mahnung sein, sich mit mehr Augenmerk der Pflege des Frauenschachs zu widmen. Es muß auch in Berlin möglich sein, ernsthaft« Rivalen zur ,jDeutschen" entsenden zu können. . Pokalkämple um den „Silbernen Turm" des DSB An diesem erstmalig zur Durchführung gelangenden Wettkampf nach dem K.O.System haben auf der Vereinsebene 419 Schachfreunde teilgenommen. 41. davon haben sich für die .Kämpfe auf der Verbandsebene qualifiziert. Es sind dies folgende Schachfreunde: Groneberg, Hallbauer, Reimer, Seeck (Wddg.); Dehender, Pinkäll, Luckstein, Weiss (Nkl); Siebenwirth, Emmeluth (Nkl. 5 Gr.); Dahl, Müller,.'Wilk (Wilm.); Schulz, Holze (Krbg.), Feld, Brandenburg, Strauch (Spr. Teg.); Darga/ Vogel, Breuer (Witt.); Schmidt, Koch W., Heusko (Tphf.); Gerstenberger, Lüpke/ Riepenhausen (SüdW.); Hanisch G., Hanisch M., Moldenhauer, Ott (Hertha); Flad, Jerzewski, Koye, Wegenef (Lasker); Humburg, Dr. Schönberg (SchaUop), Schmeil, Grohmann, Telemann, Kinzel (Eckb.) In der Vorrunde am 17. 8. 52 mußten bereits die Schachfreunde Lüpke, Darga, Emmeluth, Gerstenberger, Siebenwirth, Schmeil, Brandenburg, Feld und Reimer ausscheiden. Die restlichen 32 Spieler kämpfen in folgenden Runden um den Pokalsieg, den Ehrenpreis und um die Fahrkarte nach Westdeutschland: am 31.8. in Wilm.; am 14.9. in Wddg.; am 28. 9. in Zehldf.; am 5. 10. in Nkl. und am 12. 10. in Steglitz. . .. ,-...,- Der Berliner Schachverband stiftet einen Pokal bzw. ein wertvolles SchachsymboL

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Berliner Mannschaftsmeisterschaft 1953 In den ersten Septembertagen werden alle Spielleiter durch den Sp.-A. des Verbandes zu einer Sitzung einberufen. Genauer Termin folgt durch Rundschreiben. Die Austragung der. Wettkämpfe in der kommenden Spielsaison erfolgt laut Vorstandsbeschluß vom 18. 8. 52 getrennt vom Osten. Xile sich daraus ergebenden organisatorischen Veränderungen werden auf der obengenannten Sitzung bekanntgegeben und diskutiert. Aus den Vereinen Schaohklub Kreuzberg e.V. Die in diesem Jahr sehr zahlreich und stark besetzte Klubmeisterschaft führte in der letzten Phase zu spannenden Stichkämpfen zwischen .Pawelcak und Mendel, die punktgleich aus den Hauptrunden hervorgegangen waren. Neuer Klubmeister wurde Walter Mendel vor Adolf Pawelcak und Paul RÖsner. Auch die 2. Bezirksmeisterschaft, die in drei Vorgruppen und einer Endrunde zur Austragung kami'war sehr stark besetzt und bis zur. letzten Runde hart Xeuer Bezirksmeister wurde Walter Freitag vor dem Vorjahrssieger Günther und Schach freund Lohse, der sich als Neuling in diesem Feld hervorragend geschlagen hat. Schachklub Wedding. Der Vorstand des Schachklubs wurde neu gewählt (1..Vorsitzender und Schriftführer: Paul Jericke, 2. Vorsitzender und Jugendleiter: Bernhard Meyer, Spielleiter: Gerhard Haese, Kassierer: Waldemar Wasmus, 'Schachwart: Günter Rose). Aller Schriftwechsel mit dem Schachklub ist an folgende Anschrift' zu richten: Schachklub Wedding, Herrn Paul Jericke, Berlin N 65, Lüdefitzstf. 16, . Der li.QirPokal des Klubs fiel zum zweitenmal an Paul Hallbauer. Pokalsieger 1952: Paul Hallbauer vor Helmut Groneberg. Sohachklub, Wittenau. In der Generalversammlung am 7. 8. 52 wurde der bisherige Vorstand (0. Nieber, Vorsitzender, R.Vogel, Spielleiter, und K. Frisch-mutli, Kassierer) einstimmig wiedergewählt. Ein Freu ridschafts wettkam pf gegen Schachklub Lasker am 10. 8. 52 wurde mit 10: 5 Punkten von Wittenau gewonnen. Berliner Jugend-Mannschaftsmeisterschaft 1952 Jugend-Liga PL Teilnehmer 1 2 3 4 5 6 7 8 Pkt. so; Be Bemerkg. 1 Mot.Wil- Berliner helmsruh —■ 6 31/2 5 5 7 X 34 — Jugend- meister 5. 2 Union-Ob. 2 — 6y2 6 5 6y2 6 X 32 — 3 Seelenbind. 4y2 iy2 sy2 5i/2 oy2 X 27 109 4 Kreüzberg 3 2 2y2* — 5i/2 7 7 X 27 48 5 Lichtenbg. 3 3 21/2 2i/2 — ■ 6 2i/2 X 19i/2 — 6 Weißensee 1 iy2 3y2 1 2 —' 6i/2 X ioy2 — r- Spandau y2 2 2y2 1 V/t 1% X 13 — steigt ab 8 Wedding X X X X X X — X — steigt ab Vorstand und:. Spielausschuß gratulieren dem Jugendmannschaftsmeister 1952 zu; seinem; Erfolg. " . * Eine Partie läuft noch unter Protest. Herausgeber: Berliner Schach verband e.V. Verantwortlich: Pressewart des Verbandes Curt Seibert, Charlottenburg 9 Reichsstr.4, Tel.: 979344.