Heft 10 - Oktober 1953


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Mitteilungsblatt des Berliner Schachverbandes e.V. •Nr. 10 3. Jahrgang Oktober 1953 Berliner EinzHineisterschaft Das Berliner Schädlichen wird in den kommenden Wochen von den Kämpfen um die Berliner Einzelmeisterschaft beherrscht, im Meisterturnier spielen: Maali (Wittenau), Gumprich (Eckbauer), Dr. Lehmann (Eckbauer), Schmidt (Tcmpelhof), Mandel (Kreuzberg), Hailhauer (Wedding), Teschner (Wilmersdorf), Kühn (Kreuzberg), Mroß (Wilmersdorf), Bialas (Kreuzberg), Roesner (Kreuzberg), Müller (Wilmersdorf), Darga (Wittenau), Kinzel (Eckbauer). Die ersten acht. Runden des Turniers, das am 24. 9. begann, werden jeden Dienstag und Donnerstag ab 19.30 Uhr in den Räumen der Schachgeselisehaft Eckbauer. Kaiserdamm 109, gespielt. Die letzten Runden werden im Klubhaus am Fehrbelliner Platz, Hohenzollerndamm 185, Ecke Gieselerstr. ausgetragen und zwar am 22. und 23. 10. ab 19.30 Uhr. am 24. und 25. 10. ab 10 Uhr und am 27. 10. ab 19.30 Uhr die Schlußrunde. Die Gruppe 1 des Vormeisterturniers spielt jeden Montag und Donnerstag im Schachverein Wilmersdorf und die Gruppe 2 jeden Dienstag und Donnerstag in der Schachgesellschaft Eckbauer. Außerdem laufen noch folgende Turniere: Hauptturnier und Stadtturnier A mit je 4 Gruppen, Stadtturnier B mit 2 Gruppen und Stadtturnier C mit 3 Gruppen. Delander Berliner Pokahneister 11)53 Die Jugend kann einen neuen Triumph verbuchen! In der entscheidenden Partie besiegte der erst 19-jähvige Adolf Delffndei (Neukölln) den Titelverteidiger Wolfgaug Müller (Wilmersdorf) und errang damit für dieses Jahr den wertvollen WTanderpreis, den der Berliner Schachverband für diesen Wettbewerb gestiftet hat. Außerdem wird er Berlin bei den weiteren Kämpfen im Rahmen des Deutschen Schachbundes vertreten. In den vorangegangenen Partien hatte Delander zunächst W. Koch und dann Langanki ausgeschaltet, während Müller gegen Mekas und Bialas gewonnen hatte. Vorkampfe zur Deutschen Meisterschaft Bei dem Vorturnier zur Deutschen Einzelmeisterschaft, das vom 12. bis 20. September in Hitzacker stattfand, konnten unsere Berliner Vertreter keinen der beiden begehrten ersten Plätze belegen. Wie der folgende Schlußstand der Spitzengruppe zeigt, haben sie sich aber in dem stark besetzten Turnier ehrenvoll geschlagen. 1. Rellstab 9 Punkte (aus 11 Partien), 2. Kuppe 8, 3. Mroß 7%, 4. Sahlmann 7, o./6. Gumprich, Weise je 6% Punkte. — In der Vorrunde zur Deutschen Mannschaftsmeisterschaft endete das Treffen zwischen der Berliner Schachgesellschaft Eckbauer und dem Schachklub Hannover mit 4 zu 4. Nach der Brettbewertung hätte der Sieg Hannover zugesprochen werden müssen. Da Hannover jedoch mehrere Spieler eingesetzt hatte, die nach den Turnierbestimmungen nicht spielberechtigt waren, entschied der Turnierleiter des Deutschen Schachbundes auf Grund eines Protestes von Eckbauer, daß Hannover den Kampf verloren hat. Obwohl gegen diese Entscheidung noch ein Einspruch möglich ist, wird Berlin also voraussichtlich an den weiteren Kämpfen um die Deutsche Mannschaftsmeisterschaft beteiligt sein. Zwei neue Vereine Die schachspielenden Berliner Damen haben sich selbständig gemacht und grün- deten unter dem Vorsitz der mehrfachen Berliner Meisterin Frau Redlich den „Damen-Schachklub Berlin'1. 2. Vorsitzende, Spielleiterin und Schriftführerin ist Frau Rudnick und Frau Klabunde Kassiererin. Der Klub tagt jeden 1. und 3. Montag im Monat ab 19 Uhr in den Rheinsberger Ratsstuben, Charlottenburg. Kaiser-

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dämm 3a (Tel. 34 3908). — Die Angestellten der Wittenauer Heilstätten gründeten unter dem Vorsitz von Ernst Rippke, Berlin-Reinickendorf, Berliner Str. 82, die Schachgemeinschaft ,,Wiheil\ Wir wünschen beiden Vereinen eine recht erfolgreiche Entwicklung! Aus den Vereinen »Schach klu 1> Tempelhof: In der Mitgliederversammlung wurde der bisherige Vorstand wieder gewählt. I.Vorsitzender: Walter Wollenschläger, Berlin-Mariendorf. Kurfürstenstr. (>4a; 2. Vorsitzender. Hans Rönhild, Berlin-Tempelhof, Wiel-genstr. (i; Kassierer: Arno Paulo. Berlin-Mariendorf, Prühsstr. 81 b; Spielleiter: Richard Stange. Berlin-Friedenau, Kauschstr. 7. Toi. 616006, 716995. Zur Entlastung des ersten Vorsitzenden übernimmt der Ehrenvorsitzende, Hermann Gulweida, den gesamten Schriftverkehr. Anschrift des Vereins: Berlin-Tempelhof, Kaiser-Wilhelmstr. 74. Postscheckkonto Berlin-West Nr. 65293. Schach klub Oaissa: In Freundschaftskämpfen mit den benachbarten Vereinen wurde Springer-Tegel mit 12 zu 4 und Reinickendorf-West mit 10*4 zu 8% ge-schlagen. Ein Rückwettkampf gegen Reinickendorf-West endete 11 y2 zu 1154* ~~ In Blitzturnieren wurde der Blitzmeister festgestellt: 1. König 25, 2. Knauff 24, 3. Herb. Schiffmann 23*4. 4. Weschke 23 Punkte. Schach Vereinigung Läufer-Reinickendorf: Vereinsmeister 1953 wurde Klaus Jensen (nach Stichkampf über 5 Partien) mit 10% vor Herbert Lemke 10J4» 3. Horst Michel 8 Punkte. B-Klasse: 1. R. Ludwig 11. 2. A. Redlich 9%, 3. W. Kar-nert 754 Punkte. C-Klasse: 1. R. Bertram 8, 2. E. Stegemann 754, 3. H. Denschel 6y2 Punkte. D-Klasse J. G. Gähle 16%, 2. L. Elbrandt 13*/2, 3. 0. Fürstenberg 12 Punkte. — K.-O.-Sieger wurde zum 2. Mal der Jugendliche Robert Koch. — Die Blitzmeisterschaft 1953 errang Rudolf Ludwig vor Horst Michel und A. Redlich. — In der Berliner Mannschaftsmeisterschaft (Zwischenliga) erzielte der Jugendliche Karl-Heinz Unverzagt einen schönen Erfolg; von 9 Partien gewann er 7 und spielte 2 unentschieden. Schachgesellschaft Südwest (Zehlendorf): Die Mitgliederversammlung wählte den folgenden neuen Vorstand: 1. Vorsitzender und Spielleiter: Carlheinz Riepenhausen, Berlin-Schlachtcnsee, Breisgauer Str. 26a (Tel. 84 2620); 2. Vor-« ifsitzender und Kassenwart: Heinz Fenners; 3. Vorsitzender und Jugend wart: Peter r \ Lüpke; Spielwart und Bibliothekar: Günter Schneider. Aus den Herren Preller, \ Mirschenz und Dr. Stüber als Beisitzern des Vorstandes wurde ein Schiedsgericht gebildet, dessen Vorsitz Herr Prellcr führt. Spielabend ist wie bisher der Donnerstag (Zehlendorf. Fischernüttenstr. 45, Nähe U'Bf. Krumme Lanke). — Die neue Spielsaison wurde» mit einer Bofatungspartie A. Pawelc/.ak (H. Lieb, Lüpke) gegen W. Müller (Knick, Pickert) eröffnet, die einen lebhaften Verlauf nahm und von Meister Teschner in einem Nebenraum Zug für Zug am Schaubrett erläutert wurde. Die Partie mußte nach 45 Zügen abgebrochen werden. Die Endspielanalyse ergab trotz eines Mehrbauern für Weiß keinen eindeutigen Gewinn. Schaclivcrein Wilmersdorf: Ab 1. Oktober befindet sich das Spiellokal im Restaurant „Zum Ostpreußen". Wilmersdorf. Berliner Str. 22, Ecke Nassauische Straße (Tel. N7(>tf9tf). Gespielt wird jeden Montag und Donnerstag ab 19 Uhr. Spandauer Schaf li verein: Ein Freundschaftskampf, der am 20. 9. gegen eine Mannschaft t\i%s Schaehklubs Kreuzberg gespielt wurde, ging mit 8% zu H 54 Punkten verloren.- ■ i Schach klub Kreuz borg: Die Meisterschaft des Bezirks Kreuzberg errang Lohse mit 5 Punkten aus 6 Partien. Der Titelverteidiger Freitag erzielte ebenfalls 5 Punkte, mußte über aus berufliehen Gründen auf die Fortsetzung des Stichkampfes verzichten. Auf den nächsten Plätzen folgen Sternberg mit 354, Schneider (Ko.-Tor) 2 '/2, Lewandowski (Ko.-Tor) 2 sowie Thunig und Heise mit je 1 Yz Punkten. Herausgeber: Berliner Schach verband e. V. Verantwortlich: Pressewart des Verbandes Gottfried Grohmann, Berlin-Charlottenburg 5, Kantstr. 75, Tel.: 914625, 344410 Verlag: Walter de Gruyter & Co., Berlin W35