Heft 7 - Juli 1953


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Mitteilungsblatt des Berliner Schachverbandes e. V. Nr. 7 3. Jahrgang Juli 1953 Eckbauers erfolgreiche Europa-Tournee Auch in diesem Jahr fand die Mannschaft der Berliner Schachgeselisehaft Eck-bauer in allen Städten, die sie auf ihrer Wettkainpfreise berührte, eine außerordentlich herzliche Aufnahme. Überall wurde ihr Unternehmungsgeist bewundert und die Idee derartiger Wettkampfreisen lebhaft begrüßt. Besonders nachhaltig waren die Eindrücke, die die Teilnehmer bei ihrem 5-tägigen Aufenthalt in Spanien von dem Fleiß der dortigen Bevölkerung gewannen. Die umfangreichen organisatorischen Arbeiten, die mit der Vorbereitung der Reise verbunden waren, wurden trotz erheblicher Schwierigkeiten, die noch kurz vor Beginn der Fahrt auftraten, von Alfred Kinzcl in bewährter Weise gemeistert, so daß alle Wettkämpfe mit fahrplanmäßiger Pünktlichkeit abgewickelt werden konnten. Nachstehend eine Zusammenstellung der Ergebnisse: 4j* 14.5. Heidelberg . . . 15.5. Frankfurt . . . 6% . 5. Karlsruhe ... 6 17. 5. Freiburg .... 3 19.5. Genf...... 6% 21. 5. Burgcs..... 5 23.5. Madrid..... 5% 2 2 2 5 1% 3 2*4 4 24.5. Valencia . . . 3%: 4% 25.5. Barcelona . . . 3%: 26. 5. Aix-en- Provence 5 : 3 27.5. Savona .... 5 : 3 29.5. Innsbruck. . . 2% : 5% 30.5. Salzburg . . . /kf 1 *" r /— ' 31.5. Bayreuth . . . 5 : 3 Insgesamt Btellt sich also das Punktverhältnis auf 63% • 46% bei zwei noch abzuschätzenden Partien zugunsten von Eckbauer. Das beste Einzelergebnis erzielte Dr. Lelimann am Spitzenbrett mit 10 Punkten imd einer günstig stehenden Hängepartie. Seppelt (8. Brett) erreichte 10 Punkte und Czach (4. Brett) 9% Punkte jeweils aus 14 Partien. Berliner Mannschaftsmeisterschaft Schluß-Stand der C-Klasse: 1. Siemens III 67, 2. Südwest III 61 % (Sonneborn: 501, 0), 3. Schallopp IV 61 % (404, 5), 4. Wittenau IV 61 % (383, 25), 5. Laskcr IV 561/2, 0. Kottb. Tor III 55%, 7. Läufer Reinickendorf IV 51%, 8. Hertha 06 III 50y2> 9. Humboldt IV 43," 10. DeTeWe II 39, 11. König-Tegel III 36%, 12. Springer-Tegel III 28%, 13. Hertha 06 IV 11%. Interessant ist, daß das Ergebnis der Stichkämpfe um den 2. bis 4. Platz (Südwest III 11 vor Schallopp IV 7 und Wittenau IV 6 Punkte) fast genau dem Resultat entspricht, das auf Grund der Wertberechnung ermittelt wurde. Kreuzberger Sportwoche Die im Rahmen der Kreuzberger Sportwoche vom Schachklub Kreuzberg am 14. Juni im Viktoria-Park durchgeführten Veranstaltungen hatten einen ausgezeichneten Werbeerfolg. An zwei Simultanspielen (Mandel +11 =3 -3, Pawelczak -f-14 = 3 —1) beteiligten sich 35 Schachfreunde und zur Kreuzberger Blitzmeisterschaft hatten sich sogar 51 Spieler — davon gehörten etwa 60% keinem Verein an — gemeldet, so daß das Turnier in 6 Vorgruppen, 3 Zwischengruppen und einer Endrunde durchgeführt werden mußte. Die Endrunde gewann Pawelczak vor Sternberg und Fritz Müller. Berliner Ju gemimeist erschuft In der Endrunde der Berliner Jugendmeisterschaft, die mit 10 Teilnehmern in den Räumen des Schachvereins Wilmersdorf gespielt wird, stehen nach der 6. Runde Delander (Neukölln), Humburg (Schallopp) und H. Lieb (Südwest) mit je 4% Punkten an der Spitze.

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Zehlendorfer Wanderpreis Einen harten Zweikampf um den vom Bürgermeister des Bezirks Zehlendorf gestifteten Wanderpreis gab es in diesem Jahr zwischen Schallopp und Wilmersdorf. Mit je 35 Punkten belegten sie die ersten Plätze. Der Preis fiel an den SV Schallopp, der in allen drei Wettkämpfen siegreich blieb. Lasker erzielte 26 und Südwest 24 Pkt. Aus den Vereinen Schachklub Humboldt gibt zur Kenntnis, daß er neue und größere Vereins-räume bezogen hat und zwar: .,Ramlerhof4'. Ramlerstraße Ecke Putbusser Straße, Telefon 4(>73 28; Fahrverbindung: S- und U-Bahn Gesundbrunnen, Straßenbahn 24, 36, 28, 41 bis Brunnen-, Ecke Kamlerstraße; gespielt wird jeden Freitag ab 18.30 Uhr, wahrend an Sonntag-Vormittagen freier Schach verkehr ist. Im Augenblick laufen Vorträge für Anfänger, gehalten von Schfr. Kurt Schmidt Schachgruppe im Kulturkreis Siemens: In der Jahres-Hauptversamm-lung vom 17. 4. 53 wurden folgende Herren in den Vorstand gewählt: 1. Vorsitzender Walter Reiher, Schuckertplatz 3; stellv. Vors. Johannes Jörnen, Nonnendamm-allee 92; Turnierleiter: Dietrich Frische, Goebelstraßc 100; stellv. Turnierleiter: Gustav Schneider; Kassierer: Alfred Henke; Schriftführer: Otto Mohr; sämtlich in Bln.-Siemensstadt. Spielabende wie bisher jeden Freitag 18 bis 23 Uhr im Klubhaus Siemens, Bln.-Siemensstadt, Goebelstaße 139, Großer Saal. Schaehgescllschaft Südwest (Zehlendorf): Zur Feier des Aufstiegs ihrer 1. Mannschaft hatte die SG. Südwest zehn Vereine der letztjährigen Zwischenliga-klasse zu einem Blitzturnier in 3 Gruppen eingeladen. Die Veranstaltung erbrachte einen schönen Beweis für das gute sportliche Einvernehmen innerhalb der Vereine des Berliner Schach Verbandes und einmal mehr eine gelungene Veranstaltung der rührigen Zehlendorfer. Die Preise waren durch Spenden von Vereinsmitgliedern aufgebracht worden. In allen drei Gruppen konnten die Vertreter der zur Stadtliga aufgestiegenen Vereine Südwest und Tempelhof den Sieger stellen, und zwrar: Gruppe I: Schwarzenberg, Tempelhof (nach Stichkampf) vor H.Lieb (Südwest), Kühn (Eckbauer), Huinburg (Schallopp); Gruppe II: Mirschcnz (Südwest) vor Laegel (Schallopp), Redlich (Läufer-Reinickendorf), llömhild (Tempelhof); Gruppe III: W. Lieb, Südwest (nach Stichkampf) vor Schneider (Siemens), Früh (Tempelhof) und Lemke (Läufer-Reinickendorf). In jeder Gruppe spielten 11 Teilnehmer. Schachspielgcmeinschaft Reinickendorf-West: Im Klubmeisterturnier 1952/53, das in zwei Gruppen ausgetragen wurde, wurde Martin Großmann mit 9 Punkten aus 11 Partien Klubmeister. Den 2. Platz belegte Horst Bischoff mit 8 vor Schreiber mit 7% Punkten. In Gruppe 2 siegte Heinz Großmann mit 8 Punkten aus 10 Partien vor Ewald Hertes mit 7% und Adolf Hammerström mit 7 Punkten. Schachklub Springer-Tegel: Am 2. Juni wurde in den Räumen der Berliner .Schachgesellschaft Eckbauer zum drittenmal der vom Schachklub Springer-Tegel gestiftete Blitz-Wanderpreis für Mannschaften der Zwischenliga ausgespielt. Nach spannendem Verlauf siegte Kreuzberg mit 19% Punkten vor Südwest mit 19 Punkten aus 30 Partien. Die Mannschaft von Eckbauer, die bisher den Wanderpreis zweimal gewonnen hatte, belegte mit 17 Punkten den 3. Platz. Schach verein Wilmersdorf: Spieltage sind in Zukunft Montag und Freitag im Klubhaus am Fehrbelliner Platz, Hohenzollerndamm 185. — Unser Berliner Meister Rudolf Tcschner hat sich bei einem Motorradunfall das Kugelgelenk des rechten Armes gebrochen und liegt zur Zeit im Behringkrankcnhaus, Zehlendorf. Wir wünschen ihm recht baldige Genesung. Herausgeber: Berliner Schachverband e. V. Verantwortlich: Pressewart des Verbandes Gottfried Grohmann, Berlin-Charlottenburg 5, Kant«tr. 75, Tel.: 914625, 344410 Verlag: Walter de Gruyter & Co., Berlin W35