Heft 3 - März 1954


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im 4' ehe des Berliner Schachverbandes e.V. Nr. 3 4. Jahrgang März 1954 Endspurt in der Mannschaftsmeisterschaft Zwei Runden (in der C-Klasse drei) sind noch um die Berliner Mannschaftsmeisterschaft zu spielen. In verschiedenen Gruppen haben sich einzelne Vereine bereits eine klare Favoritenstcllung gesichert, in anderen sind dagegen noch spannende Kämpfe um den Aufstieg in die höhere Klasse zu erwarten. In der Stadtliga ist bei Redaktionsschluß nach der 7. Runde folgender Stand erreicht: 1.Eckbauer 39% + H., 2. Wilmersdorf 35. 3. Kreuzberg 32% + 2 H., 4. Tempelhof 31 % + H. 5. Wittenau 29% + H., 6. Südwest 24% + H., 7. Lasker 23% + H., 8. Wedding 22* •>» 9. Neukölln 21 % + H., 10. Spandau 16. In der Zwischenliga 1 ist die Führung hart umkämpft. Turm 1 mit 32 -j- 3 H., Siemens I mit 32, Schallopp I mit 31% +' H. sind die Spitzenreiter, aber auch Kreuzberg II mit 29% -f 2 H. und Hum-ldt I mit 29% liegen noch aussichtsreich im Rennen. In der Zwischenliga 2 konnten ie Neuköllner Schachfreundc mit 37% bereits einen klaren Vorsprung erringen. Auf den nächsten Plätzen folgen Eckbauer II mit 31% + H., Läufer Reinickendorf I und Wilmersdorf II mit je 31%. In der A-Klasse dürfte in Gruppe I der Sieger bereits feststehen, Wittenau II führt mit 46 Punkten ganz überlegen.,..In Gruppe 2 steht Tempelhof II mit 42% vor K!önig-Tegel I mit 34 und Humboldt If mit 33% -f H. an der Spitze. Klasse B 1: Wittenau III 39 + 2H., Hertha 08 38%. Klasse B 2: Tempclhof III 38, Südwest III 35 + H. Klasse C: Wittenau Ost I 41, "Humboldt V 38%. Schöneberger Sportwoche Anläßlich der sich jährlich wiederholenden, Anfang Mai stattfindenden Schöneberger Sportwoche ladet der Schachklub Lasker zu einem Mannschaftsblitzturnier ein (3 Spieler je Mannschaft). Meldungen hierzu gleichzeitig mit der Entrichtung eines Startgeldes in Höhe von 10,— DM werden bis zum 20. März an den1 Spielleiter (vgl. Vereinsnachrichten) erbeten. Das Startgeld wird in voller Höhe für die Anschaffung eines Wanderpreises verwendet. Nähere Einzelheiten folgen nach Meldeschluß. — Im Rahmen der Sportwoche findet im Lokal Kaisereiche am Montag, dem 3. Mai, 20 Uhr, ein Wettkampf zwischen dem Schachklub Weiße Dame und dem Schachklub Lasker um den vom Bezirksamt Schöneberg gestifteten „Silbernen Pokal" statt. — Der Berliner Schach verband bittet um eine rege Beteiligung an dieser Veranstaltung, um die hiermit verbundenen' Werbemöglichkeiten für unser königliches Spiel wahrnehmen zu können. Berliner Schach-Telegramm Am 21., 27. und 28. März Wettkämpfe der besten Mannschaften aller Klassen aus Ost- und Westberlin. Am 29. März Beginn der Berliner Einzelmeisterschaft 1954, Einzelheiten gibt der Spielausschuß bekannt. — Im Turnier der Vorsitzenden führen nach drei Runden Fröhlingshausen und Jcricke mit je 3 Punkten vor Weihs mit 2[2. Nächste Runde am 9. März beim Schachklub Turm. — Teschner, Darga und Dr. Lehmann sind für einen Länderkampf gegen Holland (13. und 14. März in Utrecht) in die deutsche Mannschaft berufen worden. — „Schachgenie Aljechin" ist der Titel eines im Siegfried-Engelhardt-Verlag erschienenen Buches, in dem A. Pawclczak, Berlin, der mit dem Meister lange Zeit persönlich verkehrte, das Leben Aljcchins wie einen spannenden Film abrollen läßt. Der von Hans Müller, Wien, bearbeitete Partienteil ist mit seinen ausführlichen Erläuterungen und zahlreichen Merksätzen zugleich ein Lehrbuch des Mittelspiels. Aus den Vereinen Schachklub Lasker: Die Jahreshauptversammlung am 26* Januar bestätigte durch einstimmige Neuwahl den bisherigen 1. Vorsitzenden Martin. Fröhlings-hauson, Berlin-Schöneberg, Martin-Luther-Str. 57, Tel. 719019. Zum 2. Vor-

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flitzenden und Schriftführer wurde Max Dziallas, Berlin-Schöneberg, Kolonnenstraße 1, Tel. 713878, zum 3. Vorsitzenden und Kassenwart Paul Lohauß, Berlin-Schöneberg, Bozener Str. 19, Tel. 717237, zum neuen Spielleiter Hans Müller, Berlin-Schöneberg, Otzenstr. 15, gewählt, der gleichzeitig die Geschäfte des Schach-und Jugendwartes übernimmt. (Post an ihn per Anschrift Klublokal, Cafe Kaisereiche, Berlin-Friedenau, Moselstr. 1—2, Tel. Dienstag und Freitag ab 20 Uhr 835707.) t * Berliner Schachgesellschaft Eckbauer e. V.: Die diesjährige Hauptversammlung fand am 16. Februar im Spiellokal „Schultheiß am Lietzensee", Kaiser-danrm 109, statt. Der Bericht des 1. Vorsitzenden zeigte, das auch im abgelaufenen Spieljahr wieder zahlreiche schachliche Erfolge erzielt werden konnten. Frl. Krause gewann die Berliner Damenmeisterschaft und spielte sich bis zur Endrunde der deutschen Damenmeisterschaft durch, Dr. Lehmann belegte in der in Berlin durchgeführten deutschen Meisterschaft den 2./3. Platz und Tcneiibautn erkämpfte sich den Aufstieg in das Meisterturnier des Berliner Schach Verbandes; die 1. Mannschaft errang sowohl die Berliner Mannschafts- wie auch die Pokalmannschafts-meisterschaft und führte wieder eine erfolgreiche Auslandstournee durch. der. Neuwahl des Vorstandes wurde der bisherige 1. Vorsitzende Franz Charlottenburg 9, Kirschenallee 3, Tel. 340301, App. 792, einstimmig wieder-gewählt. Aus gesundheitlichen Gründen mußte Franz Peuker das Amt des 2. Vorsitzenden niederlegen. Während seiner jahrzehntelangen Mitgliedschaft, in der er zum größten Teil an verantwortlicher Stelle stand, erwarb er sich hervorragende Verdienste um die Schachvereinigung Eckbauer und nach dem Kriege um den Zusammenschluß zur Berliner Schachgesellschaft Eckbauer. Als Anerkennung für seine unermüdliche Arbeit wurde er unter dem Beifall der Versammlung zum Ehrenmitglied des Vereins ernannt. Zum 2. Vorsitzenden wurde Dr. Heinz Lehmann,: Charlott-enburg 4, Sybelstr. 63, Tel. 329803, einstimmig gewählt. Hans Rammin, Charlottenburg 9, Fredericiastr. 7, Tel. 929995 (1. Schriftführer), Heinz Berger, Charlottenburg 4, Mommeenstr. 20 (2. Schriftführer) und Erich Plensat, Charlottenburg 5, Schloßstr. 22 (1. Kassierer) wurden einstimmig wiedergewählt. Das Amt des 2. Kassierers übernahm Otto Sandner, Spielleiter wurde A. Pawelczak, Berlin SW 29, Fichtestr. 28 und stellvertretender Spielleiter Heinz Wollenberg, Berlin-Schöneberg, Steinmetzstr. 21. Schachgruppe im Kulturkreis Siemens: In der Jahreshauptversammlung vom 5. Februar sind in den Vorstand gewählt worden: Walter Reiher, Vorsitzender, Schuckertplatz 3; Johannes Janzen, stellvertretender Vorsitzender, Nonnendamm-allee 92; Gustav Schneider, Turnierleiter, Göbelstr. 120; Joachim Schenck, stellvertretender Turnierleiter, Göbelstr. 100; Alfred Henke, Kassenführer, Göbel-straße 12; Otto Mohr, Schriftführer, Nonnendammallce 85a, sämtlich Berlin-Siemensstadt. Spielabend wie bisher jeden Freitag 19—23 Uhr im Klubhaus Siemens, Göbelstr. 139. Schachgesellschaft Südwest (Zehlendorf): Im zweiten Umgang zur Jahres Blitzspiel-Meisterschaft (4 Wertungen) gewann Harald Lieb seine sämtlichen Partien. Er führt in der Gesamtwertung mit 22 P. vor Wolfgang Müller 19%, Mirschenz 19, Wolfgang Lieb 16, Riepenhausen 10, Wilzek 9 usw. In der 2. Klasse steht jetzt Großkopf mit 18% vor Maxeion 17, Heym 14, Simonowitsch 10 usw. an der Spitze. — Eine Werbeveranstaltung für das Jugendschach mit einer Beratungspartie Darga/Lieb gegen Bialas/Delander (am Demonstrationsbrett: W; Müller) ist für den 18. März vorgesehen. * Schachclub Weiße Dame: Die Pokalmeisterschaft des Clubs ist bereits beendet und wurde von dem Jugendlichen Robert Holz vor Faust gewonnen. — Alle Mitglieder sind durch das Ingo-System erfaßt, die Spielstärke liegt zwischen 73 und 187. Jiedaktionafichluß ovi 20. jeden Monats, Herausgeber: Berliner Schachverband e. V. Verantwortlich: Pressewart des Verbandes Gottfried Grohmann, Berlin-Charlottenburg 5, Kantatr. 75, Tel,? 91 4G25, 3444 >0