Heft 4  - April 1954


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Mitteilungsblatt des Berliner Schachverbandes e. V. Nr. 4 4. Jahrgang April 1954 Eckbauer wieder Mannschaftsmeister Mit einem Sieg von 6 zu 2 über Wilmersdorf sicherte sich die Berliner Schachgesellschaft Eckbauer bereits in der vorletzten Runde einen so großen Vorsprang, daß ihr der Sieg praktisch nicht mehr zu nehmen war. Allerdings erreichte Eckbauer in der Schlußrunde gegen die ehrgeizig kämpfende Mannschaft der Schachgesellschaft Südwest nur ein Unentschieden, das aber genügte, um den Titel des Berliner Mannschaftsmeisters zum dritten Male hintereinander zu erringen. Von den Liga-Neulingen schnitt Tempelhof ganz hervorragend ab, und auch Südwest wird mit seinem Mittelplatz zufrieden sein. Die im vergangenen Jahr abgestiegenen Mannschaften Turm und Neuköllner Schachfreunde erkämpften sich wieder den Auf-tieg zur Stadtliga, während Spandau und der Neuköllner Schachklub im nächsten ahr in der Zwischenliga spielen müssen. Nachstehend die Schlußergebnisse: Stadtliga Zwischenliga 1 Zwischenliga 2 1. Eckbauer 50 Turm 1 46J4 Neuk. Schachfr. 1 4654 2. Kreuzberg 431/2-fH. Schallop 1 42 Eckbauer 2 4454 3. Tempelhof 43 Siemens 1 411/2 Lauf. Rein. 1 .39 4. Wittenau 41 Humboldt 1 4054 Kreuzberg 3 3754 6. Wilmersdorf 40 4-H. Kreuzberg 2 3054 Neukölln 2 36 6. Südwest 31»/» Eckbauer 3 3454 Wedding 2 34 7. Wedding 31*4 Rein.-West 1 32 Wilmersd. 2 33 8. Lasker 30 Y2 Lasker 2 3154 Caissa 1 32 9. Neukölln 29 y% Kottb. Tor 1 29i/2 Spandau 2 30 10. Spandau .Springer Teg. 1 2654 Schallopp 2 2754 Die Schlußergebnisse der Klassen A bis C werden im nächsten Mitteilungsblatt veröffentlicht. Berliner Einzelmeisterschaften Am 29. März begannen in allen Klassen die Kämpfe um die Berliner Einzel-mei8terschaft 1954. Das Meisterturnier sowie die Vormeister- und Hauptturniere werden geschlossen im Restaurant Feicht, Kurfürstendaram 193—194 durchgeführt. Gespielt wird jeden Montag und Mittwoch ab 19.30 Uhr, Hängepartien jeden Sonntag ab 10.00 Uhr. Die Stadtturniere werden wie folgt ausgetragen: A-Klasse Montag und Donnerstag im Klubheim Kreuzberg, Urbanstr. 20; B-Klasse Montag und Freitag im Klubheim Tempelhof bzw. im Klubheim Caissa; C-Klasso Montag ind Mittwoch im Kl üb heim Neukölln bzw. Montag und Freitag im Klubheim Caissa. Mit 8 Teilnehmerinnen wird die Berliner Damenmeisterschaft jeden Montag von 19 bis 23 Uhr im Restaurant Schultheiß am Lietzensee, Kaiserdamm 109, gespielt. Die Auslosung ergab nachstehende Reihenfolge: Redlich, Klabunde, Rudniok, Astmann, Lehmann, Fischer, Krause und Gienow. Die Vorrunden zur Berliner Jugendmeisterschaft sind mit 28 Teilnehmern (3 Gruppen) in vollem Gange. Die Endrunde mit 10 Teilnehmern beginnt am 21. April und wird ebenfalls im Restaurant Feicht durchgeführt. Postsportverein sucht Partner Im vergangenen Jahr wurde die Schachabteilung des Postsportvereins Berlin e. V. neu gegründet. Sie beabsichtigt, sich an den nächsten Berliner Mannschaftswett-kämpfen zu beteiligen, möchte aber vorher ihren turnierunerfahrenen Mitgliedern Gelegenheit für ernste Wettkämpfe geben und deshalb einige Freundschaftskämpfe an ca. 20 bis 30 Brettern möglichst mit Vereinen aus den unteren Klassen durchführen. Angebote erbeten an Postsportverein Berlin e. V., Schachabteilung, Berlin Tempelhof, Ringbahnstr. 130, fernmündlich 750121, Postamtmann DipL-Ing. Scheel. .

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ScUach-Telegramiü Die angekündigten Wettkämpfe der besten Mannschaften aus Ost- und Westberlin mußten wegen Terminschwierigkeiten ausfallen. — Für die Osterfeiertage (17. und 18. April) ist ein Wettkampf einer gesamtberliner Mannschaft an ca. 30 Brettern gegen Hamburg geplant, für den der Hamburger Schachverband bereits umfangreiche Vorbereitungen zum Empfang der Berliner taste getroffen hat. — Jm Turnier der Vorsitzenden führt nach der 4. Runde Jericke mit 4 Punkten vor Fröhlingshausen, Dr. Müller und Weihs mit je 3 Punkten. Die nächste Runde wird am 7. April im Restaurant Feicht gespielt. 1 Aus den Vereinen Berliner Damenschachklub: Unsere Schachanfänger, die Damen Kempner, Teschner, Schügen,#Siegmund, v.Buddenbruck und Grösel kämpfen in einem doppel-rundigen Turnier u m den Aufstieg in die höhere Klasse. Nach 4 Runden führt Frau Tescnner mit 3 Punkten vor Frau Siegmund und Frau Grösel mit je 2 Punkten. Spieltage des D. S. K. sind immer der 1. und 3. Montag im Monat ab 19 Uhr im Restaurant Schultheiß am Lietzensee, Kaiserdamm 109. Schachgesellschaft Südwest (Zehlendorf). Klaus Darga und Harald Lieb gewannen eine Beratungspartie gegen Bialas/Delander. Bei den Erläuterungen, die Wolfgang Müller am Demonstrationsbrett gab, wurden aus dem Zuschauerkreis bemerkenswerte Varianten entwickelt. — Das Zehlendorfer Jugendamt plant die Durchführung von Schachkursen in Zusammenarbeit mit Spitzenspielern der SG. Südwest. — April-Programm: Blitzturnier (3. Wertung) und Pokalturnier um den Wanderpreis „Das Meister-Schachspiel". Schachklub Humboldt: Auf der am 3. 3. 54 durchgeführten Hauptversammlung wurden gewählt: 1. Vorsitzender: Erwin Körber, N31, Swinemünder Str. 94, 2. Vorsitzender: Erwin Presting, N 31, Lortzingstr. 16, Kassierer: Hermann Utecht, N 20, Laböer Str. 14, Spielleiter: Gerhard Boremski, N 65, Adolfstr. 7, Gerätewart: Walter Fischer. Der bisherige 1. Vorsitzende Franz Meyer mußte sein Amt aus gesundheitlichen Gründen niederlegen. Der Verein dankt ihm für seine langjährige Treue und aufopfernde Tätigkeit. — Z. Zt. läuft ein Turnier in 5 Klassen mit 49 Teilnehmern. — Die Blitzmeisterschaft gewann Schachfreund Kutscha. — Gespielt wird jeden Mittwoch ab 18.30 Uhr im „Ramlerhof", Berlin N 31, Ramlerstr. Ecke Putbusser Str. (Tel. 467328). Sonntags vormittags ist freier Spielverkehr. Sohachgemeinschaft „Wiheil": In der Mitgliederjahresversammlung gab der erste Vorsitzende Ernst Rippke, Berlin-Reinickendorf, Berliner Str. 82, einen ausführlichen Bericht über Entstehung und Entwicklung des Vereins. Er stellte eine erfreuliche Aufwärtsbewegung fest. Nach den Berichten der anderen Vorstandsmitglieder wurde der alte Vorstand wieder gewählt. — Ein Pokalturnier steht kurz vor dem Abschluß, am 4. März begann das Turnier um die Klubmeisterschaft. Schachverein Wittenau-Ost: Die Jahreshauptversammlung wählte zum 1. Vorsitzenden Paul Thiecke, Berlin-Wittenau, Kolonie Tasche 33. 2. Vorsitzender: Gustav Zielke, Kassieref: Franz Reuter, Schriftführer: Peter Lange, Gerätewart: Bernh. Vopetztei, Kassenprüfer: H. Hehle und 0. Stosius. Schachßpielgemeinschaft Reinickendorf West: In der Jahresmitgliederversammlung wurde folgender Vorstand gewählt: 1. Vorsitzender: Heinz Mielke, Engelmannweg 11, 2. Vorsitzender: Jakob Hillerbrunner, Zobeltitzstr. 48, Spiel- und Jugendloiter: Martin Großmann, Scharnweberstr. 109, sämtlich Berlin-Reinickendorf, Kassierer: Bruno Rechholz, Berlin-Borsigwalde, Borsigwalder Weg 1, Schriftführer: Walter Kolwe, Berlin-Reinickendorf, Graf-Haeseler-Str. 25 a, Schach wart: Wilhelm Meyer. Sphaphklub Weiße Dame: Das Amt des Spielleiters übernahm Willi Schaffert, Berlin W 35, Steinmetzstr. 6. Herausgeber: Berliner Schach verband e. V. Verantwortlich: Pressewart des Verbandes Gottfried Grohmann, Berlin-Charlottenburg5, Kantstr. 75, Tel.: 914625, 344410 Verlag: Walter de Gruyter & Co., Berlin W35