Heft 2 - Februar 1955


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Mi 11 eil u ngsblatt des Berliner Schachverbandes e. V. Nr. 2 5. Jahrgang Februar 1955 Mitteilungen des Vorstandes 1. Vertrag: Sportverband Berlin e. V. —„GEMA" Wir machen auf das Januar-Rundschreiben des Sportverbandes Berlin e. V., das sich mit dem „GEMA-Vertrag" befaßt und allen Vereinen zugegangen ist, besonders aufmerksam! Um spätere Reklamationen zu vermeiden, bitten wir Sie, die im Rundschreiben erwähnten und im Vertrag festgelegten Formalitäten genau zu beachten und zu befolgen. 2. Aufnahme neu-er Mitglieder Auf dem letzten Verbandstag wurde beschlossen, Mitgliedern, die ihren Beitragsverpflichtungen nicht nachgekommen sind, die Möglichkeit zu nehmen, in einen anderen Schach verein einzutreten. Wir empfelüen auf Grund dieses Beschlusses: Neuaufzunehmende Mitglieder sind jeweils zu befragen bzw. ist bei Bedenken nachzuprüfen, ob sie einem anderen Schachverein angehört haben und dort ihren finanziellen Verpflichtungen nachgekommen sind. Es würde sich unserer Ansicht nach sogar empfehlen, einen solchen Passus in jedes Aufnahmeformular zu setzen. Berliner Schachverband e. V. Der Vorstand gez. Dr. E. Stüber „INGO" in Berlin Der INGO-Kreis Berlin (Leiter: Hans Rammin, Bln.-Charlottenburg 9, Frede-riciastr. 7, Tel.: 929995) hat nunmehr ein Regelblatt herausgegeben, das auf Grund theoretischer Untersuchungen und gestützt auf umfangreiches Zahlenmaterial, das aus'der Praxis gewonnen wurde, aufgebaut ist. Dieses Regelblatt ist allen West-Berliner Vereinen zugestellt worden, die damit in die Lage versetzt werden, ihre Vereinsturniere selbst zu berechnen. Für die Gültigkeit der errechneten Zahlen ist die Bestätigung durch den Leiter des INGO-Kreises erforderlich. In kürze findet eine Sitzung des INGO-Kreises statt, zu der noch Einladungen ergehen. Interessenten werden um ihre Anschrift gebeten und erhalten auf Wunsch Regelblatt und zugehörige Tabelle. Bei allen Anfragen wird um Porto-Beilage von DM 0,25 in Briefmarken höflichst gebeten. Deutsche Mannschaftsmeisterschaft 1954 In der Zwischenrunde der DM 54 gewann der Freiburger Schachklub 1887 gegen den Kölner Schachklub 1861 mit 6 : 2, während die Düsseldorfer Schachgescllschaft 1926 mit 4% : 3/4 über die Bremer Schachgesellschaft 1877 erfolgreich blieb. Die beiden Sieger spielen nun zusammen mit dem Titelverteidiger — Münchener Schachklub 1836 — und unserem Vertreter — Berliner Schachgesellschaft Eckbauer e. V. — die im vorigen Mitteilungsblatt angekündigte Endrunde. Hals- und Beinbruch, Eckbauer! Berliner Damenmeisterschaft 55 Vereine, die weibliche Mitglieder mit entsprechender Spielstärke haben, werden gebeten, diese zur Teilnahme an der Berliner Damenmeisterschaft zu melden. Meldungen bis zum 15. Febr. an: Frau L. Rudnick, Bln.-Charlottenburg, Nord-hauser Str. 12 a, b. Lück. Berliner Jugendmeisterschaft 55 Die BJ 55 beginnt am 21. Febr. mit den Vorrunden. Anmeldungen hierzu bis zum 5. Febr. schriftlich (Name, Vorname, Geburtstag und Anschrift) an den Jugendleiter des BSV, W. Siegmund, Bln.-Lankwitz, Boraweg 1.

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Turnier der Vorsitzenden 55 Die 2. Runde sah einen spannenden und hartnäckigen Kampf zwischen Fröhlirigs-hausen (Lasker) und Wilk (Schallopp), der remis endete. Nach der 2. Runde führen mit je 2 Punkten: Christ, Schemm (beide Weiße Dame) und Zilske (Springer Tegel). Die 3. Runde wird am Montag, dem 7. Febr., bei Kreuzberg gespielt. Das Mitteilungsblatt bietet allen Schachvereinen die Möglichkeit, interessante Vereinsnachrichten zu veröffentlichen. Während fünf Vereine von dieser Gelegenheit im vergangenen Jahr überhaupt keinen Gebrauch machten, war die Schachgesellschaft Südwest mit ihren Nachrichten am häufigsten vertreten. Die Mitteilungen aus den Vereinen waren in den letzten beiden Monaten so spärlich, daß alle Betreffenden gebeten werden, zur Gestaltung des Blattes beizutragen. Da das Mitteilungsblatt künftig einige Tage, früher erscheint, wird um Einsendung der Beiträge an den Pressewart jeweils bis zum 15. eines jeden Monats gebeten. * * Der Turnierlciter der Berliner Mannschafts-Meisterschaft 55 bittet seine neue, nachstehende Anschrift zu beachten: Berthold Schwarz, Berlin-Neukölln, Richardstraße 62. r~\ Aus den Vereinen \ Schachverein Schallopp: Anläßlich unserer Weihnachtsfeier, am 20.12.54, wurden die erfolgreichsten Mannschafts-Spieler des Vereins mit Preisen, von denen 11 zur Verteilung gelangten, bedacht. Die drei besten Mannschafts-Spieler waren 1954: 1. G. Hofmeister 52>/2, 2. A.Geutler 51, 3. F. Wollsdorf 50% Wertungspunkte. Die Klubmeisterschaft 1955 errang Klaus Müller (8%); 2/3. wurden Dr. Schönberg u. Wollsdorf (je 6). 2. Klasse: 1. Thümer (5'/2). 2/3. Luck u. Ludigkeit (je 4l/2). 3. Klasse: 1. Stampe (7), 2/3. Kessler u. Fürstenberg (je 4%). Die Preisverteilung hierzu findet am 14. 2. 55 statt. Schachgesellschaft Südwest: Zum Thema „Wie gewinnt man eine Schachpartie ?" erzählte Altmeister Kurt Pahl im Dezember den interessiert lauschenden Schachfreunden von den „großen Zeiten" des Turnierschachs, die durch Meister wie Lasker, Capablanca und Aljechin repräsentiert wurden. Besonderen Beifall fand seine dramatische Schilderung des Turnierverlaufs von St. Petersburg 1914, wo Emanuel Laskers Kampfmoral ihren größtenTriumph feiern konnte. Anschließend spielten Meister Teschner und Altmeister Pahl gemeinsam gegen 14 unserer Mitglieder simultan mit dem Ergebnis: -f-8, —1 (Walter), = 5 (Johannsen, Knick, Petersen, Pickert, Wilzck). Schachclub ,,Weiße Dame": Am 4. Jan. wurde unser neues Clublokal in Anwesenheit der Herren Dr. Stüber (VerbandsvorsitRender), Saeger (Leiter des Sportamtes Schöneberg), Friedt (Berliner Morgenpost) und zahlreicher Gäste anderer Schachvereine eingeweiht. Das mit drei Preisen ausgestattete Eröffnungsblitzturnier fand 27 Teilnehmer, darunter 8 Gäste befreundeter Schach vereine. Den 1. Preis- s—> gewann unser Mitglied Bruno Hartmann, und auch der 2. und 3. Preis blieben durch ' Holz und Simon in unserem Besitz. Damen-Schachklub Berlin: Mit einer wohlgelungenen Weihnachtsfeier, bei der auch der 1. Vorsitzende des Verbandes anwesend war, wurde die Vereinstätigkeit im D.S.K. Berlin für das Jahr 1954 beendet. Zur Zeit läuft ein Vortumier für die Mitte Febr. beginnende Klub- bzw. Berliner Damenmeisterschaft. Die Damen Kempner, Scharfettcr, Inge Wilke, Bruhs, v. Buddenbrock, Grösel, Gutberiet, Teschner und Jutta Wilke kämpfen um die Berechtigung zur Teilnahme an der Meisterschaft. Mit Frau Teschner steht die aussichtsreichste Kandidatin bereits fest. Um den zweiten Platz wird noch erbittert gerungen. Herausgeber: Berliner Schachverband e. V. Verantwortl ich: Presse wart des Verbandes RolfSchemm, Berlin W 35, Potsdamer Str. 158, Tel.: 910171 (9-16 Uhr). Verlag: Walter de Gruyter & Co. Berlin W35