Heft 8  - Oktober/November 1975


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MITTEILUNGSBLATT DES BERLINER SCHACHVERBANDES E.V. Nr. 8/75 25. Jahrg. Oktober/November 1975 Erscheinungsdatum 10.12.1975 VERBANDSNACHRICHTEN I. SPIELTERMINE / AUSSCHREIBUNGEN Regionalliga Nord 1976 - Teilnehmer u. Rundenplan 1. SV Vahrenwald 2. SC Tempo Göttingen 3. SV LASKER-STEGLITZ 4. SC Concordia Palamedes 5. Kieler Schachges. 6. SK Änderten 7. SG Favorite Harmonia 8. Sfr. Hamburg Runde 1 2 3 4 7 6 5 7.12.75 11 , 1 . 22. 14. 4 9 1 2 2 .76 ,76 .76 3.76 4.76 5.76 8-1/7-2/6-3/5-4 5-8/4-6/3-7/2-1 8-2/1-3/7-4/6-5 6-8/5-7/4-1/3-2 8-4/3-5/2-6/1-7 7-8/6-1/5-2/4-3 8-3/2-4/1-5/7-6 aus spieltechnischen Gründen wurde die Runde 7 vorgezogen. Spielplan der Bundesliga Nord siehe Sonderdruck. Achtung 13 Begegnungen der BLN u. RLN 76 werden in Berlin ausgetragen. Im Dezember und Januar sind dies: BLN BLN RLN Runde 1 2 7.12.75 11. 1.76 11. 1.76 Wilmersdorf - Lasker-Steglitz 1 Kreuzberg - Wilmersdorf Lasker-Steglitz 1 - Bremen-Nord Lasker-Steglitz 2 - Fav. Harmonia Wir appellieren an alle Berliner Vereine und Mitglieder, unsere überregional spielenden Aktiven durch regen Besuch Lo:Wilmersdorf Lo: Kreuzberq Lo: Weiße Rose, Steglitz Lo: Weiße Rose, Steglitz dieser Veranstaltungen zu unterstützen. V1E BESTEN WÜNSCHE FüE EIN FROHES WEIHWACHTSFFST, EIN GUTES NEUES JAHP UNV VIEL ERFOLG BEIM SCHACHSPIEL SchachveAband e.. t/.

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" ' POKAL-EINZELMEISTERSGHAFT 1975 ..'""' Aus einem K.o•-Turnier mit 815 Teilnehmern aus 18 Vereinen und 80 Teilnehmern auf Verbandsebene ging als neuer 1 'BERLINER POKALMEISTER Sfr» Klaus Lehmann, SCK ' ' hervor. Wir gratulieren zu diesem hervorragenden Erfolg und wün= sehen ihm auch für die Wettkämpfe auf Bundesebene, die für ihn am 13./14.12.75 in Berlin gegen Sfr, Derikum, Braunschweig begin= nen, weitere Erfolge, ''"" ' ' ' •'■ "" Zur Information für alle Einzelergebnisse auf der Berliner Schachfreunde nachstehend die Verbandsebene: Vorrunde, ausgetragen be im SGK am 10./12. /16.9.75 - 07 Mensch 31 Kalckbrenner - 1 -\ i 0 ' : 04 Henze 07 Grüner = 1 i r 0 07 Reinhardt 10 Busch = 1 : ; 0 ■ ■ 02 Sprotte 01 Buerke = + ■ ; -~ • 04 Rödig, M. 03 Berger = 1 : : 0 07 Zschäbitz 08 Schulz, M. = + ; — 04 Müller, W» 05 Reichenbach = 0 5 1 05 Hoppe 25 Schreiber = 1 ■ : 0 07 Sass 04 Lieb, H. = 0 : 1 19 Schiffmann - 24 Schmidt, R. « + : 06 Hein 10 Streich = Vi : . Vt 03 Just 24 Röni3ch .; - + 06 Goldbach 02 Plesse = 1 : : 0 07 Paulsen 02 Mayr -••.;■ = -| : 0 01 Springer ': ■' - 02 Gö'tsch : + 06 Ettor" 01 Uiekley = + : 1 .Runde, ausgetragen bei. m SCK am 12.U.16. 9.75 - 64 07 Mensch 01 Gcrigk _, : 04 Henze 16 IQiem = 0 : 1 07 aO LnVi"T""lt .- — 1 * 0 02 Sprotte 20 in.ötz = + : 04 Rudi;;, M. 05 Vosg : 0 07 Zschäbitz 02 Albrecht — 1 ; 0 05 Reichenbach 04 Vorraum = 1 : \ 0 ■ 05 Hoppe 02 Binnen = + : — 04 Lieb, H, 02 Großmann " = 1 : 19 Schiffmann 12 Börries = 0 : : 1 10 Streich 12 Nehls ■"■''■■ = Vi -Vi 03 Just 25 Grzesil: _ ri : 1 06 Goldbach 31 Eathelt ■ = 1 : 0 07 Paulsen 10 Per.isa = Vi : %. 02 Gotsch 16 Johannsen — ■] : 0 06 Etter 02 Berlin '■ = 0 : 1 24 Below 10 Deckv/F-rth - Vi : % 31 Braun 24 2itsr>her = 0 ; 1 02 Heibig 04 Seppe 1t = 0 : 1 02 Schmidt, J. 02 Weiß =r — : + 28 Tjaden 04 Müller, G. = 0 \ 1 31 Radtke - 20 Jung = 0 : 1 03 Helwing .• ' - 02 Lchinc?.nnn, TG • o : 1 14 Irmscher 10 Redlich, 0. — — : + 14 Brandenburg 08 Hc.berland ; + 16 Bohrmann 04 Backhaus = 1 : 0 20 Glatthor 31 Bouterweck - 1 : 0 08 Bergmann 02 Federau =r — : + 03 Ruhnke " 04 Stippekohl = — : + 25 Langer 06 Fischer _ r-, — t/ : 1 03 Tietze 24 Delander = + ; — 28 Lehmann . £# ■ ' - 20 Breiter : Vl 0 TelIn. 0 C 7t : 7t Los f.10 0 _ * i

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-3 Teiln. Auch in diesem J?hr blieben, wie in den Jahren zuvor, bereits in der Anfangsphase des Turniers auf Verbandsebene Überraschungen nicht aus. Plessc schied schon in der Vorrunde, Voss, Albrecht und Johannscn schieden in 6er I.Runde aus. In einem Falle mußte das Los über den weiteren Verbleib i::i Feld der Anwärter entscheid den. Das Turnier hatte »eine ersten starken Kämpfer verlcren.Le.i = der auch unter denen, die durch Kichtantreten ihr Anrecht kampflos preisgegeben hatten. _ . . _ . .. 2.Runde, ausgetragen 25 Grzesik 10 Decfcwerth 24 Zitscher 12 Borries 05 Reichenbach 04 Seppelt 20 Jung 08 Haberland 04 Rödig, M. 16 Behrmann 07 Reinhardt 10 Redlich, 0. 02 Federau 16 Kliem 04 Stippekohl 02 Berlin 10 20 02 08 06 07 02 02 06 28 05 08 1C 04 02 04 Streich Glatthor Sprotte Tietze Coldbach Mensch Götsch Weiß Zschabitz Lehmann, E. Hoppe Fischer Perisa Lieb, H» Lehmann, Kl, Müller, G. 0 : 1 0 : 1 1 j 0 1 : 0 1 : 0 0 : 1 0 : 1 0 : 1 y% : Klx 0 : -] Vl : Vl 1- : 0 1 : 0 1 : 0 u : fi % : Vi Los f »02 Vi 0 den 3 ganzen Turniers. :rs( shaft be stimmende Diese 2 .Runde v/urde zu einer der spannnstrn In ihr fielen den späteren Ausgang der Meist Entscheidungen» So verlor Sprotte in einer sehr spannenden,in der Zeltnotphase die Zuschauer sehr aufregenden Partie, gegen Zitscher, und völlig unerwartet mußte sich auch Seppelt einem Gegner beugen, der nicht zur M-Klasse gehört. Für Mensch bestimmt ein Achtungser= folg» Auch für Goidbach, den das Los mit Reichenbach zusammenführte, war diese Hürde zu hoch. Erwähnt werden muß außerdem noch, daß E»Le.hmenn, ReinhardtlBerlin mit ihren Gegnern Behrmann, Hoppe und G•Müller zu kämpfen hatten und erst durch eine 2.Partie sich den Verbleib im Turnier sichern konnten. 3»Runde, ausgetragen bei der SVL am 31»9»/3.1O»75 - 16 Teiln» 02 Weiß 02 Federau 04 Lieb, H. 02 Berlin. 20 Glatthor 10 Streich 02 Lehmann, Kl 07 Mensch - 06 Zschabitz - 10 Redlich, ü. - 24 Zitscher - 02 Götsch - 07 Reinhardt - 28 Lehmann, E» -12 Borries - 05 Reichenbach 1 1 1 1 1 0 t 0 0 0 0 0 0 1 0 1 Die große Überraschung dieser Runde war das Ausscheiden von Olaf Redlich, den viele Schachfreunde als einen der Favoriten auf den Endsieg angesehen hatte»* Eine beachtliche Leistung von Auch das Ausscheiden von Reinhardt gegen Glatthor, einem muß als eine Überraschung angesehen werden. Für Glatthor ein beachtlicher Erfolg« Die restlichen Ergebnisse waren weniger planmäßig, jedoch fiel hier Weiß auf, der, aus Württemberg kommend, in Berlin zum ersten Mal in einer Meisterschaft auf Ver= bandsebene mitwirkte. . . Federau. B-Spieler, war dies mehr oder

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k. Runde, ausgetragen beim SKT am 7.710. 10. 75 - 8 Teiln. 28 Lehmann, E. - O'-J Lieb, II. = - : + 02 Weiß - 05 Reichenbach =1:0 02 Berlin - 02 Federau = 1:0 02 Lehmann, Kl. - 20 Glatthor =1:0 Der 2. Runde schloß sich in bezug auf Überraschungen würdig die 3. Runde an. Reichenbach, der am meisten Favorisierte, wurde von Weiß gestoppt und schied zusammen mit Glatthor und Federau aus. Die Gegner der beiden Letzten sollten in der Schlußrunde noch einmal in Erscheinung treten. Harald Lieb, auch einer der Favorisierten, kam kampflos eine Runde weiter. Sein Gegner konnte leider krankheitshalber nicht antreten. 5. Runde, ausgetragen bei der SHW am 15.717. 10. 75 - Teiln. 04 Lieb, H. - 02 Lehmann, Kl. =0:1 02 Weiß - 02 Berlin = 1/2 : 1/2 0:1 Die Kreuzberger, die in der 4. Runde bereits 50 % der Teilnehmer stellten, konnten diesen Anteil in dieser Runde noch auf 75 % erweitern. Weiß, der Überraschungssieger der Runde 4, traf auf Berlin, der schon zweimal bis zur Endrunde vorgestoßen war, und hatte in der ersten Partie echte Chancen, das Endspiel zu erreichen. In der WMer-holungspartie behielt dann Berlin die Oberhand und gelangte zum 3. Male in das Endspiel. Sein Gegner wurde der Jugendmeister von 1972, dem es nach hartem Kampf gelang, Harald Lieb in der ersten Partie zu schlagen. Es waren in beiden Fällen sehr gute Leistungen von Kreuzberger Nachwuchsspielern. Schlußrunde, ausgetragen beim SCK am 21./24./28. 10. 75 - 2 Teiln. 02 Lehmann, Kl. - 02 Berlin = 1/2 : 1/2 02 Berlin - 02 Lehmann, Kl. =0:1 Dieser Schlußkampf von zwei Klubfreunden, die sich auch auf dem Schachbrett sehr genau kannten, war ein hartnäckiges Ringen besonderer Art. In der ersten Partie behielt beim Abbruch Lehmann einen geringen Vorteil. Viele Kiebitze erwarteten ein schnelles Ende nach der Wiederaufnahme. Berlin jedoch hatte gut analysiert, leistete über eine lange Strecke Widerstand und vermochte schließlich, durch "Patt" eine zweite Partie zu erzwingen. Tn dieser Partie gelang es dann, nach nochmaligem harten Kampf die Entscheidung herbeizuführen. Klaus L e h ma n n wurde "Berliner Pokalmeister 1975"- Wir gratulieren herzlichst zu diesem Erfolg und hoffen - wie schon eingangs erwähnt -, daß ihm auf Bundesebene weitere gelingen mögen. gez. Weihs Aufstiegsrunde zur Regionalliga Nord 1976 (7- 9- - 2. 11. 75) Ergebnis: 1. S fr.Hamburg 8 MP 21 BP Aufstieg in die RLN 2. Lasker Steglitz H MP 19 BP " " " " 3. Badenstedt k MP 14,5 BP und ff. Pokalmannschaftsmeisterschaft 1975 (23- 11. 75 im Clubheim des SWN) Ergebnis: 1. Wilmersdorf 1 2. Kreuzberg 1 3. Lasker Steglitz 1 und ff. Ausführlicher Bericht im nächsten Heft. - 4 -

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III. JUGENDSCHACH Die Berliner Schachjugend berichtet.;.. Zur Vollversammlung hatte Martin Hamann (Kassierer) zum 15. 11. 75 eingeladen. Das wichtigste Geschehen aus dem Protokoll: Zunächst fand die Siegerehrung statt. 1. und 2. der Berliner Schülermannschaft wurden Schöning und Zöl]er. Jugendmeister 1975 Sowada vor Grzesik Th. und Mayr. Den Wanderpreis für die beste Jugendmannschaft erhielt SVL. Herzlichen Glückwunsch allen Siegern! M. Hamann führte aus, daß der 1. und 2. Vorsitzende, der Lehrwart und der Spielleiter im Berichtsjahr aus dem Vorstand ausschieden. Trotz der dadurch aufgetretenen Schwierigkeiten gelang es, dank Einsatz mehrerer Vereinsjugendwarte, die Durchführung der Turniere zu sichern. (Vielen Dank allen Mitarbeitern). Peinlich war jedoch das Fehlen unserer Vertretung bei der Deutschen Jugend-Mannschaftsmeisterschaft. Der Kassenprüfer hatte nichts zu bemängeln. Da vom alten Vorstand niemand sich für den neuen Vorstand zur Verfügung stellte, wurde Werner (Kreuzberg) gebeten, den 1. Vorsitzenden zu übernehmen. Er erklärte sich bereit, bedauerte jedoch, daß kein Jüngerer für diese Aufgabe vorhanden sei. Mit Frl. Schellhove als Kassierer und neuer Referentin f. Mädchenschach sowie dem Schiedsgericht (Rausch-Grüner-Schöning) kam wenigstens dieser Rumpf-Vorstand zustande. Es soll schnellstens versucht werden, ihn zu vervollständigen. - Soweit das Protokoll. Nun, liebe Schachjugend, so sieht es aus! Ich halte es bestimmt nicht für richtig, daß ein so oller Knopp nochmal in die Bresche springt. Ich habe schon mehrere Jahre als Verbandsjugendwart gearbeitet und auch die Deutsche Schachjugend mit gegründet. Ich kann aber auch nichts versprechen, hoffe jedoch auf baldige Hilfe aus Euern Reihen oder von arbeitsfreudigen Senioren. Gemeinsam werden wir schon die Jugendarbeit ausbauen können. - Die z. Zt. laufende BJE wickelt M. Hamann bis zur Zwischenrunde einschließlich ab. Vielen Dank, lieber Martin! Zum weiteren Spielbetrieb: 1. Pfingsten in Berlin das 4-Städte-Turnier Stockho]m/Ma1mö/ Kopenhagen/Berlin. In Vorbereitung. 2. Werbung: Bei Vereinen mit guten Räumen (keine Kneipen), z. B. Humboldt-Wedding, Wittenau, Schwarzweiß, König-Tegel, Schachfreunde Neukölln, Tempelhof, Siemens, Kreuzberg, Eckbauer muß mit gezielter Werbung als Schwerpunkt begonnen werden. Wer macht mit? Wie wäre es mit einem Wettbewerb? Wer hat Vorschläge hierfür? Bitte, sprecht mit mir oder wollen wir uns zusammensetzen? 3. Kreuzberg führt nach Vereinbarung mit der DSJ am Jahresende ein internationales Turnier durch. Ferner beteiligten sich 6 Schulen mit 11 Mannschaften an der 1. Kreuzberger Schach-Schulmannschaftsmeisterschaft am 29. 11. 75« - 5 -

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Man kann etwas machen! Wer etwas unternimmt, erntet auch mal. Ritte, sprecht mich an. Ich versuche, Euch zu helfen! Und nun, in der Hoffnung recht viel von Euch zu hören, wünsche ich allen ein gesundes Weihnachtsfest und fröhlichen Rutsch ins Neue Jahr. r: gez. Euer Hans Werner . " ' . ..• ' ' ' : ' ' Berliner Jugend-Pokalmannschaftsmeisterschaft 1975 Diese Veranstaltung fand am 16. 8. 75 beim S.C. Kreuzberg (nach sehr kurzfristiger Ausschreibung) statt. Turnierleiter war Reinhard Grüner (Jugendwart bei Lasker). Es spielten Sechsermannschaften bei 15 Minuten Bedenkzeit. Mannschaften, die zwei Mal verloren hatten, schieden aus. Preise: 1. DM 50,--; 2. DM 35,--; 3- DM 25,— pro Verein. Es beteiligten sich nur 7 Mannschaften, was für die schlechte Organisation des Vorstandes der Berliner Schachjugend spricht! Nach 2 Stunden schieden SWN u. S.C.K. III aus. Nach der 3« Runde folgte Wilmersdorf, wobei zu bemerken ist, daß der Wilmersdorfer Spitzenspieler B ü h n o r alle 3 Partien gewann (gegen Bilek, Laskerl sowie gegen T. Grzesik u. W e g n e r, S.C.K. I u. III.) In der k. Runde ereilte C a i s s a das Schicksal. Die Nr. 1 u. die Nr. 2 der Berliner Schüler-Rangliste im Schach, M. Schoening und R. Z ö 1 1 e r spielten sehr beachtlich. 3« Preisträger wurde S.C.K. 2 ( Döring, D.Jurkatis, Plato F. Grzesik, Run de, Wiedenhaupt). Sie schieden nach der 5. Runde aus. Sagenhaft spannend verlief der Zweikampf um den Titel zwischen S.C.K. 1 (T. Grzesik Mayr, Henze, Lahtela, Dressler und Dziedzinski ) und Lasker-Steglitz (Bilek, Paulsen, Derutzke, Skiebe, Pelzer u. Schuster). Die 1. Begegnung gewannen die Kreuzberger, die 2. Paarung die Steglitzer. Die 3. Rundo zwischen den "jungen Riesen" mußte die Entscheidung bringen - sie ging unentschieden 3 : 3 aus! Die bessere Brettwertung entschied für die Laskeraner und brachte ihnen den Titel. Zwei Paktoren waren ausschlaggebend: Kreuzberg hatte Bach u. Sowada nicht zur Verfügung - und am Spitzenbrett schlug Michael Bilek, L.St. T h. Grzesik, SCK, mit 2 1/2 : 1/2! Berliner Pokal -Jugendmeister 1975 S.V.Lasker Steglitz! Dazu herzlichen Glückwunsch - vor allen Dingen von den Kreuzbergern . gez. Hans-Poter Borchardt . • - 6 -

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Berliner Jugendmannschaftsmeisterschaft 1975 Die diesjährige Berliner Jugendmannschaftsmeisterschaft war so spannend wie nie zuvor! Für den Titel kamen von Anfang an eigentlich nur der Titelverteidiger, Kreuzberg I, Zehlendorf, Wilmersdorf und Lasker-Steglitz in Frage. Dies war dann auch tatsächlich der Einlauf! (Allerdings in umgekehrter Reihenfolge.) Daß Kreuzberg I nur 4. wurde, lag hauptsächlich daran, daß der Kreuzberger Jugendwart Horst M e t z i n g "seine Stars" für die Jugend-Oberliga-Nord-Mannschaftskämpfe schonen wollte! So hatte ich (als Jugendspielleiter des S.C.K.) mit dem Berliner Jugendvizemeister Thomas Grzesik nur einen "echten" Spitzenspieler zur Verfügung. Schon nach den ersten Runden wurde dann auch ersichtlich, daß nur Zehlendorf, Lasker-Steglitz oder Wilmersdorf Meister werden konnten. In der 4. Runde spielten Lasker-Steglitz : Wilmersdorf unentschieden 3 : 3 und Zehlendorf ging in Führung. Bis zwei Runden vor Schluß konnte die Spitze gehalten werden. In den beiden letzten Runden erlebte dann Zehlendorf (gegen Lasker 0 : 6) (u. gegen Wilmersdorf 1 : 5) sein "Waterloo". Nach Mannschaftspunkten gleich wurde Lasker-Steglitz nur durch einen einzigen Brettpunkt mehr Berliner Jugendmannschaftsmeister 1975-Herzlichen Glückwunsch! Für Statistiker nun die Tabelle: 1. Lasker-Steglitz 15 Manns chaftspunkte 39 1/2 2. Wilmersdorf 15 n 38 1/2 3. Zehlendorf 12 II 27 1/2 4. Kreuzberg I 10 1! 30 5. Tempelhof 7 It 23 6. Caissa 6 ft 20 1/2 7. Tegel H II 16 8. Eckbauer 3 , If '• 15 9. Kreuzberg II 0 6 Daß Lasker-Steglitz Meister wurde, lag natürlich zu einem großen Teil an den überragenden Leistungen (und Ergebnissen) der Steglitzer Spitzenspieler Michael Bilek und Dirk Paulsen. Fast ebenso wichtig scheint mir die Betreuung durch Reinhard Grüner , der als Betreuer seiner Mannschaft eine optimale Leistung bot!! Mit seinem Auto fuhr er seine Spieler zum Turnierort, gab jedes Mal eine Mannschaftslage und stellte seine Spieler auf den Gegner ein. Daß Hängepartien bei Lasker-Steglitz mit wissenschaftlicher Gründlichkeit untersucht werden, ist inzwischen wohl fast überall bekannt! Einen hervorragenden Betreuer stellte auch Wilmersdorf mit seinem Jugendwart Thomas Rödig! Wolfgang Schmied als Turnierleiter war nur in den ersten Runden anwesend! Die Berliner Schachjugend entsandte auch keinen Vertreter, als bekannt wurde, daß Herr Schmied von seinem Tempelhof er Verein mit Lokalverbot belegt wurde! Detlev B i 1 1 e n (Wittenau) wollte einige Runden geschlossen in - 7 -

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seinem Verein spielen lassen, obwohl Wittenau gar keine Mannschaft stellte! Als Kreuzberg bei Tegel spielte, war der dortige Leiter, Herr Rausch , nicht in der Lage, Getränke (Coca) zu besorgen! Meine Jugendlichen hatten nach 4 Stunden eine völlig ausgetrocknete Kehle! Nach all diesen Vorfällen bin ich zu der Meinung gekommen, daß sich die Berliner Schachjugend nicht selbst verwalten kann! gez. Hans-Peter Borchardt ' ' " • ■ (Es sind unwesentliche Kürzungen vorgenommen worden. Die Red.) T e r m i n : 27. 12. - 6. 1. Int. Jugendturnier in Berlin. Nähere Auskünfte beim SC Kreuzberg. Kreuzberger Schulmannschaftsmeisterschaft 1975 - Ergebnis; Grundschulen: 1. Rosegger-Grundschule 12 Pkte. (aus 16) Oberschulen: 1. Borsig-Oberschule 16 Pkte. (aus 20) Es beteiligten sich 5 bzw. 6 Vierer-Mannschaften, darunter eine reine Mädchengruppe! ... . , IV. FRAUENSCHACH Die 1. offene Berliner Dameneinzelmeisterschaft (9. 11. - 30. 11. 75) gewann Frau Höfe! (Caissa Frohnau) knapp vor Frau Strauß (König Tegel). Beide Damen haben sich damit für die Teilnahme in Klasse I der DE 76 qualifiziert -Herzlichen Glückwunsch! V. SONSTIGE BEKANNTMACHUNGEN / BERICHTE Bericht vom ordentlichen Verbandstag des BSV am ' 1.12i 75 im Haus des Sports: Hier herrschte weitgehend Einigkeit; jedweder "Zündstoff" war schon in den vorherigen Zusammenkünften abgehandelt worden, so daß sich dieser Verbandstag vorwiegend auf die den Vereinen schon schriftlich vorliegende Berichterstattung der einzelnen Gremien bzw. Vorstandsmitglieder sowie die turnusmäßigen Neuwahlen bzw. Bestätigungen beschränkte, nachdem der bisher amtierende Vorstand einstimmig entlastet wurde. Neuer Vorstand: Vorsitzender: Heinrich B u r g e r 1 Berlin 41, Lacknerstr. 5 Tel. d. 465 96 16 p. 796 51 65 Stellv._Vorsitzender.i ßernhard Weihs Bln. 61, Zossener Str. 52 Tel. 691 38 15 21_Stellv._Vors.: Joachim v. S t o sc h Bln. 30, Regensburger Str. 5 a Tel. 24 63 75 Schatzmeister Erhard A n d r e e Bln. 37, Mörchinger Str. 29 Tel. d. 251 1O 31 p. 811 26 20 Landesspielleiter Bernhard Weihs wie oben Pressewart: Anne Schellhove Bln. 61, Hasenheide 61 Tel. 6<)1 42 37 Schriftführer Hannelore N o w i c k i Bln. 44, Emser Str. 60 - 8 -

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\ c Jugendwart: Hans O. K. Werner, Bln. 61, Urbanstr. 183 Tel. d. 774 29 48 p. 691 79 84 Frauenwart: Anne Schel lhove wie oben Ehrenvorsitzender: Alfred K i n z e 1 Bln. 44, Sülzhayner Str. 11 38 2O Der bisherige stellvertretende Vorsitzende, Herr Netz, gehörte rd. 10 Jahre dem Vorstand an. Die Versammlung sprach ihm für seine Leistungen Dank und Anerkennung aus. Der neue stellvertretende Vorsitzende, Herr Weihs, feiert übrigens am 17.1.76 seine 25jährige Zugehörigkeit zum Vorstand des ÄSV! Hierzu wurden ihm die herzlichsten Glückwünsche schon im voraus ausgesprochen, und dankenswerterweise von Herrn Weihs eine kurze Replik auf die letzten 2 5 Jahre gegeben. - - Schiedsgericht K.E. Hamann, Christ, Janus, Leu, Lüdke, Rausch und Dr. S i t t e. . Adresse per K. E. Hamann, Bln. 28, Maximiliankorso 43. Spielausschuß: Landesspielleiter, Jugendwart, Frauenwart, A e p 1 e r , Grüner, Opper man n und T i e t z e sowie Riedel als Elo/lngo-Experte. Die Versammlung genehmigte einen Antrag des SCK, wonach sich der BSV in Zusammenarbeit mit dem LSB bemühen wird, ein Landesleistungszentrum zur Nachwuchs- und Breitenförderung einzurichten, das allen Vereinen zugänglich sein soll. ■..,.• Adressenänderungen (Bitte, im Sonderdruck des MB abändern) Vorstand: siehe Verbandstagsbericht. '"...' . Vereine: 14 König Tegel - Postanschrift nicht Berlin 26, sondern 1 Berlin 28! 29 KJG e.V. "Braslav Rabar" Vors.: Petar Stoj anovic Bln. 61, Graefestr. 5 Stellv. Vors.: Slavoljub Petrovic Bln. 10, Gierkezeilstr.45 Tel. : 34 95 43 Spielleiter: Mirko S i p r a k Bln. 61, Hallesches Ufer 30 :■ Lokal: Bln. 21, Alt-Moabit 74, III. Stock, Jugoslawisches Kulturzentrum, Tel.: 392 80 87 Spieltag: Dienstag - Samstag 16.00 h - 22.00 h . •. Sonntag 9 - 14.00 h. . . .. (. Besucher herzlich willkommen! AUSZUG AUS DEM BERICHT DES BSV-VORSITZENDEN AUF DEM VERBANDSTAG 75: "Abschließend möchte ich die Aufmerksamkeit der Vereine auf unser Sorgenkind, die Berliner Schachjugend richten.Obgleich sie mit Herrn Werner einen energischen und erfahrenen Vorsitzenden bekommen hat, stimmt die Tatsache betrüblich, daß eine Reiht von Vorstandsfunktionen aus mangelnder Bereitschaft zur Mitarbeit nicht besetzt werden konnten. Alle Vereine sind aufgerufen, in ihren Rei«?.n nach tüchtigen Mitarbeitern für die Berliner Schachjugend 7.u suchen, um damit dieses wichtige Instrument der Nachwuchsföderung wieder voll funktionsfähig zu machen." , ' , ... ; gez. H. Burger - 9

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VEREINSNACHRICHTEN * Schachvereinigung Humboldt-Wedding Wir beklagen den Verlust der Schachfreunde • • :■■ Franz A r i ß Roman Szumnarski, die seit Jahrzehnten treue Mitglieder der Gemeinschaft waren. Noch im April dieses Jahres anläßlich der Feierstunde zum 50jährigen Bestehen von Humboldt-Wedding konnten wir beide Schachfreunde für ihre langjährige Treue und ständiges Mitwirken bei allem Geschehen innerhalb und außerhalb der Gemeinschaft ehren. Es sollte ein Abschied für immer sein! In der Jahres-Hauptversammlung wurde folgender Vorstand mit der Führung der Schachvereinigung beauftragt: 1. Vors. ' Hermann Utecht' 1/65 Laböer Str. 14 493 44 77 2. Vors. ' Bernhard Richter 1/51 Klenzepfad 75 496 27 74 Kassenwart Paul Sesseck 1/65 Sprengelstr. 2 461 57 82 Spielwart H.-J. Pritzkow . I/65 Swinemünder Str. 75 463 48 50 Der Stichkampf um die Klubmeisterschaft 1975 zwischen Heinz Maaß und Hans Reimer jun. ging 2 : 2 aus. Auf Wunsch beider Spieler wurde der Preis geteilt. An der laufenden Klubmeisterschaft nehmen 40 Schachfreunde in vier Abteilungen teil. gez. Utecht Schach-Club Kreuzberg e. V. • , ■ Im zweiten Einladungsblitzturnier gab es folgendes Ergebnis: 1. Albrecht 11,5; 2. Schmidt 9,5; 3- Borchardt 9; 4. Frank Grzesik 9; 5- Runde 7,5; 6. Hagen Jurkatis 7,5; 7. Moeljeno 7; 8. Dirk Jurkatis 5; 9. Zimnol 4',5 und 10. Wilsdorf 3 Punkte. Im Kreuzberger Ilerbstturnier (9 Runden nach Schweizer System) wurden die Plätze wie folgt verteilt: 1. Berlin 8; 2. Ott 7; 3. Behrends 6,5; 4. - 7- Klaus Lehmann, Mayr, J. Fleischer und I.unow je 6; 8. - 11. Jacob, Dziedzinski, Freese und Moeljeno je 5,5 Punkte. Unsere diesjährige Schüler-Blitz-Clubmeisterschaft nahm folgenden Ausgang: 1. Frank Grzesik 9,5; 2. Dirk Jurkatis 8; 3. und 4. Markus Gräbner und Runde je 7; 5- Plato 6,5; 6. Wegner 5; 7. Andreas Gräbner 4,5; 8. u. 9- K. und W. Bernatzki mit je 2,5; 10. Grimkowski 1,5 und 11. Schindler mit einem Zähler. Am 18. 11. hielt der IGM Ludec Pachman einen Vortrag über das von ihm besuchte Zonenturnier in Barcelona. In seiner bekannten humorvollen Art erläuterte er seine Partien und erntete am - lo -

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Schluß lang anhaltenden Beifall. Ich hoffe, daß wir zu ähnlichen Veranstaltungen (Europameisterschaftsvorentscheidung in Athen und Endkämpfe in Moskau?) rechtzeitig einladen können, um der Berliner Schachgemeinde Gelegenheit zu geben, aus erster Hand etwas über den Verlauf des internationalen Schachlebens zu erfahren. gez. Gräbner ■ .:■■. . ' Schach-Club "Weisse Dame" Berlin-Schöneberg Auf der Jahres-Hauptversammlung, 3. 10. 75, wurde folgender Vorstand gewählt: 1. Vorsitzender 2. Vorsitzender Kassierer Spielleiter Verband Spielleiter Club Schriftführer Schachwart ■ Jugendwart Otto Christ Dr. Günter Hanisch Fritz Stolbom Willi Schaffert Olaf Wegner Peter-Jürgen Liepe Hans Hedrich . \.:, Clemens Greiser Aus dem Vorstand schieden aus: Werner Langer, Robert Holz, Manfred Schreiber. Spielbericht: Die Clubmeisterschaft 1975 gewann in einem relativ stark besetzten Feld Wolfgang Christ mit 9 aus 11 vor Werner Langer und Paul Roesner, je 7 1/2, Horst Daistein u. Horst Klinkner, je 7. In Gr. II siegte Clemens Greiser mit 7 aus 8 vor Frank Grzesik, 6 1/2; in Gr. III Johann Schmidt, 7 1/2 aus 9 vor Hans Hedrich, 6 1/2. Die Pokalmeisterschaft verteidigte erfolgreich Thomas Grzesik vor Langer und Schreiber. Blitzmeister wurde - 3 Runden - Horst Daistein mit 42 1/2 aus 51 vor Langer, 39. Im Sommerturnier - 15 Min. - Partien - siegte Cl. Greiser vor Langer u. Olaf Wegner. Den Pokal als bester Mannschaftsspieler errang Wolfgang Christ mit 7 1/2 aus 9 in der 1. Mannschaft. Als beste Spieler der 2. u. 3. Mannschaft wurden ausgezeichnet: Günter Surawski u. 0. Christ, je 6 1/2. Freundschaftskämpfe , . .,..,. Wir sind künftig an Freundschaftskämpfen mit allen Verbandsvereinen interessiert. Vor 15 und 20 Jahren standen diese Vergleichskämpfe höher im Kurs. Heute bestimmen harter Sport und fast überstrapazierte Funktionsarbeit den Schachalltag und die Sonntage. Wo ist noch Zeit für echte Freundschaftskämpfe unter den Vereinen? Freundschaft ist zwar vorhanden, aber wir pflegen sie nicht. Eine Niederlage auf solcher Basis schmerzt -11-

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nicht. Bitte, machen Sie mit, Vereinsvorstp'nde und Spielleiter. Wir sprechen nach und nach jeden Verein an. Wer es "eilig" hat, kann sich auch selbst an uns wenden. Spieltag bei uns: Freitag. Die Rückkämpfe sollen am Spielabend des Gegners oder nach anderer Vereinbarung erfolgen. Die erste Freundschafts-"Schlacht" ist schon geschlagen. Unser großer Nachbar, Wilmersdorf, räumte am 21!. 10. 75 gewaltig bei uns ab: 1 1/2 Punkte ließen sie uns, 14 1/2 nahmen sie mit! Na, ist das nichts? Aber die Freundschaft war und bleibt in Ordnung. Nachtrag zum Spielbericht Der "Preis des Fleißes" - eifrigster Spieler im Sommerturnier -und der "Schönheitspreis" - beste gespielte Partie - sind zur Stunde noch nicht ermittelt. gez. 0. Christ RED. SCHLUSSBEMERKUNG Heft 1/76 erscheint etwa am 10. 1. 1976. Red.-Schluß ist der 2. 1. 1976 Das Allerletzte: (Darüber lacht man nicht.) "Meine Frau hat gesagt, sie läßt sich nun wirklich scheiden, wenn ich das Schachspiel nicht endgültig aufgebe." "Das ist ja scheußlich!" "Ja, es ist schon schlimm; ich werde meine Frau sehr vermissen!" Impressum Herausgeber: Berliner Schachverband e. V. Verantwortlich: für alle namentlich gekennzeichneten Artikel: Der (die) Unterzeichner(in) für alles sonstige u. Anschrift für Veröffentlichungswünsche : Interimspressewart Anne Schellhove, 1/61, Hasenheide 61