Heft 3  - Oktober 1977


Seite 1

ITTEILUNGSBLATT DES BERLINER SCHACHVERBANDES E.V. Nr. 3 27. Jahrgang Oktober 1977 Damen-Schach-Weltmeisterschaft Halbfinale Kandidatenturnier Alla Kushnir (Israel) Elena Fatalibekowa (UdSSR) Veranstalter: FIDE (Weltschachbur.d) Ausrichter: Deutscher Schachbund e.V. Ortliche Organisation: Berliner Schochverband e.V. Spielort: HOTEL ALSTERHOF BERLIN, Würzburger Stroße 1 (Nähe KoDeWe) Berlin 30 Tel. 030/2137001 Das war schon eine aufregende Sache, als sich der Vorstand des Berliner Schachverbandes kurzfristig entscheiden mußte, die örtliche Organisation des obengenannten Kandidaten-Turniers zu übernehmen. Für die Verhandlungen mit dem Senator für Jugend und Sport , mit dem Deutschen Schachbund und der Hotelleitung srand nicht viel Zeit zur Verfügung. Außerdem war neben dem königlichen Spiel auch noch ein wenig die hohe Politik mit im Spiel. Prominente Gäste und Teilnehmer brachten nach Berlin eine kräftige Briese internationalen Schachlebens. Eine Zusammenstellung des Pressedienstes mit sämtlichen Partien ist beim BSV für 4,— DM zu beziehen. Hier die 10. und letzte Partie, mit der Frau Kushnir-Stein eine Runde wei-ter kam. Weiß: Fatalibekowa Schwarz: Kushnir-Stein (Skandinavisch) 1.e4 d5 2.ed Sf6 3. Lb5+ Ld7 4. Le2 Sd5: 5.d4 LfS 6.Sf3 e6 7.a3 Sc6 8.h3 Le7 9.c4 Sb6 1O.Sc3 Lf6 11.Le3 h6 12.b4 De7 13.b5 SaS 14.c5 Sd5 15.Ld2 b6 16.c6 Dd6 17.Sd5: Dd5: 18.La5 b6 19.Da4 0-0 20.0-0 a6 21.ab Le4 22.Tac1 Le7 23.Tc3 Tfb8 24.T£c1 Tb2 2S.Lf1 Ld6 26.Se5 Td2 27.Tc4 f6 28.Sg4 ks 29.Db3 hg 3O.Db7 Df5 31.Da8:+ Kh7 Weiß gibt auf

Seite 2

JNGSBLATT DES BERLINER SCHACHVERBANDES EV. Berliner Mannschaftsmeisterschaft Der Berliner Meister l 9 7 7 ist ermittelt. Er heisst erneut Schachklub Zehlendorf. Die Stadtklasse verlassen müssen die Mannschaften Lasker-Steqlitz 3 und Weisse Dame l. l. Zehlendorf l 54 2 2. Kreuzberg 2 50 i 3. Humboldt-Wedding 1 45 4. 5. Tempelhof Kreuzberg 1 3 43 42 6. 7. 8. Lasker-Steglitz Spandau Kreuzberg 4 2 1 4 40 39 36 9. 10. Post Weiße Dame 1 1 33 i 30 II. Lasker-Steglitz 3 26 i M 1. K lasse Gruppe 1 1. Klasse Gruppe 2 1 ECKB 1 42 t 1 WILM 2 54 2 KREU 6 41 2 SWN 1 4o2 3 KOEN 1 39 3 ZEHL 2 38 J> 4 TEMP 2 39 4 SIEM 1 36i 5 HERT 1 38 5 WITT 1 34i 6 WILM 3 372 6 KREU 5 34 7 TURM 1 35i 7 CAIS 1 332 8 SWN 2 3li 8 BFA 1 314 9 HUMB 2 3O2 9 HUMB 3 29i 10 LASK 4 25* 10 SFRN 1 27i 2. Klasse Gruppe 1 2. K lasse Gruppe 2 1 WITT 2 50 t 1 TEMP 3 51 i 2 SPAN 2 42 2 2 LAUF 1 47 3 KREU 8 42 2 3 WEIS 2 44 4 CAIS 2 38 2 4 KREU 7 37 i 5 REIN 1 36 2 5 SPAN 3 36 6 WILM 4 33 2 6 ECKB 2 35 2 7 KOEN2 32 2 7 WILM 5 34 8 TURM 2 32 8 LASK 5 29 i 9 HUMB4 30 i 9 SFRN 2 28 i 10 LASK 6 22 a 1U. HUMB 5 16 2 f

Seite 3

MITTEILUNGSBLATT DES BERLINER SCHACHVERBANDES EV. 3 . Klasse Gruppe 1 3. Klasse Gruppe 2 1 BRAS 1 47* 1 TEMP 5 42 2 3FA 2 42* t 2 WEIS 3 39 2 3 TEMP 4 33 * 3 ZEHL 4 34 * 4 HERT 2 33 4 BRAS 2 33 5 ZEHL 3 31 * 5 KOEN 3 31 6 SIEM 2 30 6 ECKB 3 29 * 7 GEHÖ 1 30 7 SFRN 3 28 i 8 KREU 9 29 8 HERT 3 28 9 REIN 2 11 1 9 WITT 3 21 1 4. Klasse Gruppe 1 4. Klasse Gruppe 2 1 BFA 3 34 t 1 POST 4 44 * t 2 KREU 10 30 t 2 WILM 6 40 t 3 CAIS 3 27 3 TEGL 1 38 2 4 SWN 3 27 4 SIEM 3 33 5 WILM 7 18 5 SFRN 4 30 6 BFA 5 17 6 TEMP 6 29 i 7 LASK 7 15 7 WEIS 4 24 8 — — 8 KREU 11 24 9 — — 9 BFA 4 23 Der Landesspielleiter möchte als Nachlese zur MM 1977 noch etwas sagen Als Turnierleiter der BMM 77 wurde mir vielfach eine zu genaue Handhabung und Uber-strapazierung der Turnierordnung vorgeworfen. Wenn einige Vereine der Annahme waren, sie brauchten die Turnierordnung nicht zu beachten, so haben sie es durch Geldbussen und Schiedsgerichtsentscheidungen inzwischen zu spüren bekommen. Im Verlauf des Turniers Hessen dann auch die Versuche nach, die Turnierordnung zu umgehen. Letzlich war es meine Aufgabe, alle Vereine gleichmässig zu behandeln. So wie ich jedem Verein die gleichen Rechte einräumte, um einen sportlich fairen Verlauf der Meisterschaft zu gewährleisten, so erwartete ich auch eine korrekte Einhaltung der Turnierordnung. So wie der Staat durch Gesetze seinen Bürgern Rechte einräumt und Pflichten auferlegt, so hat sich der Berliner Schachverband e.V. Satzung und Spielordnung gegeben. Seine Mitglieder haben sie anerkannt. Damit ist von den Vereinen auch ein Verhalten zu erwarten, das ihnen und dem königlichen Spiel würdig ist. Es liegt mir aber fern, nur zu kritisieren. Den Kampfleitern, die an den Sonntagen für einen einwandfreien Ablauf der Meisterschaft gesorgt haben, möchte ich jedenfalls meinen Dank aussprechen. Klaus Aepler

Seite 4

MITTEILUNGSBLATT DES BERLINER SCHACHVERBANDES EV. Berliner Pokaleinzelmeisterschaft 1977 Nach Abschluß der Kämpfe auf Vereinsebene, der Vorrunde, der 1. und 2. Runde, kämpften auf Verbandsebene die letzten 16 : Hier die Ergebnisse: Plesse : Sc hupper t Albrecht : Reichenbach Becker Federau Jonas Stankovic Berlin : Huhn Mensch Junga Binnen : Nehls Simon Schneider 1 i i 0 i 0 1 0 1 1 0 1 • 0 1 0 1 0 0 : 1 4. Runde Mensch : Binnen Plesse : Berlin durch Los Janus : Reichenbach Schneider : Federau i 0 i i 1 0 1 i 1 i i 0 1 0 5. Runde Schneider : Reichenbach Plesse : Binnen 0 : 1 1 : 0 Finalrunde Reichenbach : Plesse 1 : 0 Berliner Pokalmeister 1977 : Werner Reichenbach Hanseaten-Pokal Berlin gewann den von der Stadt Husum gestifteten Ehrenpreis aus dem Länder-Vergleichskampf Schleswig-Holstein - Berlin, der zwar 5 : 5 unentschieden endete, durch die Wertung der Begegnung beider Länder aus dem Hanseaten-Pokal als Stichkampf (den Berlin 9 : 5 gewann ) aber dennoch einen Pokal von der Nordsee an die Spree brachte, und zwar zum endgültigen Verbleib. Im Hanseaten-Pokal jedoch gewann Hamburg mit 19 Punkten, während die Berliner mit 15 i Punkten nur den 4. Rang einnehmen konnten.

Seite 5

MITTEILUNGSBLATT DES BERLINER SCHACHVERBANDES EV. Berliner KlnEelmeiaterschaft 1977 Die diesjährige Berliner Einzelmeisterschaft verlief recht spannend und lockte daher auch relativ viele Zuschauer in die Räume des gastgebenden Vereins Lasker- Steglitz. Meister und Absteiger trennten nach der Endrunde nur drei Punkte. Bis zuletzt war völlig offen, wer das Turnier gewinnen und wer zur A-Klasse absteigen würde. In den letzten Runden verloren die " Favoriten " Lieb und Reichenbach wertvolle Punkte, so daß der "Außenseiter M Zschäbitz einige Runden lang allein anführte. Er ließ sich auch nicht durch den bedauerlichen und ziemlich unbegründeten Rücktritt Henzes, der ihn einen wertvollen Punkt kostete, beirren und wurde erst in der Schlußrunde (durch eine Niederlage gegen Kaus Lehmen, der damit das Turnier entschied und sich den dritten Platz erkämpfte ) von dem spielfreien Harald Lieb knapp nach Sonneborn-Berger-Wertung abgefangen. Die Ausgeglichenheit des Teilnehmerfeldes wird dadurch unterstrichen, daß Werner Reichenbach seinen Klassenerhalt erst in der Schlußrunde durch einen Sieg über Kauschmann sicherstellen konnte. H. 1 rilnchmrr rrla ■ i 2 3 4 5 6 7 8 9 10 II i: Punkte 1 Lieb, harald 4 1 0 1 1 1 1 \ 0 - Gf5" : Zechäbitz, Kl. . \ m 0 0 A A 0 1 1 - 3 Lehmann, Kl. 01 \ ■ \ \ \ A t 0 \ \ - 4 Colditz, A. 0? 0 A \ \ * \ \ l - 5,5 5 Sowada, Chr. 01 A 0 \ 0 \ 1 \ A 5",? '> Hildebraad, 0. Oi 0 0 \ 0 A A J - b 7 Binnen, Frank 01 0 1 0 \ \ K 0 1 f.? H Albrecht, R. 01 0 0 X \ \ 1 B * \ - f.? '> ReicheBbach,V, ov 0 0 4 \ 0 0 ■ 1 1 «f.S 10 l Holze, Günter OH \ 0 \ 0 0 ■ 35 II 1 Kaunchmann, H. 0? A 0 \ 0 0 0 0 1 13 - |3,b~ i: l Herze, R. 02 - - — - - —

Seite 6

MITTEILUNGSBLATT DES BERLINER SCHACHVERBANDES EV. Gliederung und Mitglieder des Deutschen Schachbundes e.V. Baden Bayern Berlin Bremen Hamburg Hessen Mittelrhein Niedersachsen Nordrhein-Westfalen Rheinland-Pfalz Saarland Schleswig-Ho Istein Württemberg Schwalbe Blindenschachbund 5238 8600 1511 468 2172 5594 377o 39o2 13326 1818 1382 1919 6376 252 1392 Ab sofort gelten neue Abkürzungen der Schachvereinet 01 ECKB 02 KREU 03 TURM 04 WILM 05 HUMB 06 SPAM 07 LAS» 06 sntN 00 WITT 10 TEMP 11 Z1TA 12 LAUF 13 TUEH 14 KOEH 16 ZEHL 16 ft£Hf 10 CAIS 20 SIEH 23 HERT 24 SfN- 23 WEIS 27 TEGL 28 POST 29 BRAS 30 GEW 31 BFA- Berliner Schachgesellschaft Eckbauer Schach-Club Kreurberg «.V. Schachklub Tur» Schachverein Wilmersdorf Schachvereinigung Uuaboldt-Wedding Spandauer Schachverein «.V. Schachvereinigung Laftker-Steglit« Schachfreunde Neukölln 03 e.V. Schachklub Wlttenau Schachklub Tespelhof 1931 «.V. Schachverein Zitadelle Spandau 1077 Schachvereinigung Läufer Reinickendorf Türkische Schachgeawlnachaft Schacfaklub König Tegel Schachklub £«klen4erf 3chachklub Relnicke*4erf Schachklub Caissa Schachgruppe im Kulturkreia Sieaen« e.V. Schachgruppe Hertha 06 Schachklub Schvarft-Weiß Neukölln e.V. Schachklub Weiße Daae Schachgeaelnachaft d. Strafanstalt Tegel Postsportverein Berlin KJG e.V. Braalav Babar Gehörlosenschachklub Berlin BSG BFA e.V. Abteilung Sckach Klaus Aepler

Seite 7

MITTEILUNGSBLATT DES BERLINER SCHACHVERBANDES EV. September 1942 Mitteilungsblatt öeo Berliner j§>d)ad)berbanDeri E. V. Geschäftsstelle: Berlin-Charlottenburg 1,Kirchplatz 2, IV, Tel. 301 052 Berliner Schachverband E. V. Vereinsleiter, Spieltnge und Spielstätten der Gruppen Bezirk Westen Berliner Schachgesellschaft: Ehrhardt Post, Bln.-Charlottenburg 1, Kirchpin tz 2, Dienstag und Sonnabend, Kaffee Viktoria, Unter den Linden, Ecke Friedrichstraße. Eckbauer: Erich Stallknecht, Bln. NW 87. Helmholtzstr. 35, 39G795, Dienst«c und Freitag, Ratskeller Charlottenburg, Berliner Str. 72/74. JJ419G0. Wilmersdorf: Eugen (Irasmoir. Bln.-Wilmersdorf. Laubenheimersir. 14. Mittwoch, Freitag und Sonnabend 17 Uhr, Walter Fischer-Str. 11. Hansa: Kurt Ratzeburg. Bln.W 35, Potsdamer Str. 140. 273773, während der Einberufung: Walter Müller, NW 40, Kirchstr. 18, Mittwoch, Cafe Streng. Alt-Moabit 13, 350957. Spandau-Altstadt: Max Pawlak, BL-Spandau-Hnselhorst, Gartenfolder Str. 114b, Mittwoch 18—22 Uhr, Neuer Ratskeller, Bln.-Spandau. Spandau Neustadt: Erich Buschke, Bln.-Spandau, Zeppelinstr. 84a, Mittwoch und Donnerstag, Restaurant Kurek, Luther-Ecke Kurzstraße. Bezirk Norden Pankow: Edmund Barth, Bln. NW 21, Havelberger Str. G. 350215, Sonntag 0—13 Uhr, Restaurant Sängerheim, Florastr. 98. Rosenthaler Tor: Johann Barduhn, Bln.-Reinickendorf-Ost, Aroser Allee 173, Dienstag „Zum Magneten", Bln. N 4, Linienstr. 143 4230G9. Humboldthain: Fritz Geguseh, Bln. N 31, Bmnnenstr. lila, 444328, Donnerstag 19—23 Uhr, Swinemünder Gesellschaftshaus, Bin N, Swinemünder Str. 42, 450654. Wedding: Ernst Decker, BinN.65, Lynarstr. 17, Dienstag und Sonnabend,Bln. N20, Uferstr. 13 (Inh. E. Kemnitz). Weißensee: Paul Bennewitz, Bln.-Hohenschönhausen, Privatstr. 16, Nr. 8, Donnerstag, Stadthalle Weißensee, Pistoriusstr. 23, 561083. Wittenau: Wilhelm Wolfgramm, Bln.-Wittenau, Dietrich-Eckart-Str. 208, während der Einberufung: Eugen Schwenke, Bln.-Reinickendorf-Ost, Sonimerstr. 45, Donnerstag von 20—23 Uhr, Sonntag von 10—13 Uhr, Lokal von Brysch, Bln.-Wittenau, Oranienburger Str. 57/58. Tegel: Ernst Muggelberg, Bln.-Tegel, Am Brunnen 10, Mittwoch, Kaffee Sturm, Alt-Tegel 7, 307268. Moabit: Franz Wasener,Bln. NW 87, Franklinst r. 16 I, Dienstag, Restaurant Burg- hausen,Bln. NW, Oldenburger Str. 26, Ecke Unionstraße, 355147. Reinickendorf-West: Jakob Hillbrunner, Bln.-Reinickendorf-West, Zobeltitzstr. 48, Freitag, Restaurant Buchholz, Scharnweberstr. 13, 404813. Hermsdorf: Carl Ilawenmnn, Bln.-IIormsdorf, Friedrichsthaier Wog 18, 4713 28. Dienstag, Frohnau, Ludolfinger Platz 2. __mmmmm

Seite 8

MITTEILUNGSBLATT DES BERLINER SCHACHVERBANDES EV. Birkenwerder: Wilhelm Terjung, Birkenwerder b. Berlin, Friedensallee 33, Dienstag, Kaffee Söhnel, Hauptstr.79, 092130. Waidmannslust: Franz Elison, Waidni., Zehntwerderweg 148, Sonntag von 10—13 Uhr, Dienstag ab 19 Uhr, Restaurant „Zur Hütte", Zabel-Krüger-Damm 1. Bezirk Süden Steglitz: Otto Dohrmann, Bln.-Steglitz, Rathstr. 45, 520022 — App. 6191, Montag ab 19,30 Uhr, Lokal von Fritz Noack, Berlinickestr. 13, 721800. Schöneberg: Albert Wagener, Bln.-Tempelhof, Gässnerweg 20 I, Sonntag ab 10Uhr, Freitag abends, Restaurant Finanzklause, Reppichstr. 22, 714520. Kreuzberg: Edmund Nebermann, Bln. SW 29, Fichtestr. 16, Montag und Freitag, Kaffee Germaniapalast, Bln. SW, Belle-Alliance-Str. 7/10. Lichterfelde: Dr. Fritz Liedke, Bln.-Dahlem, Brümmerstr. 52, Donnerstag, Bahnhofswirtschaft, Bln.-Lichterfelde-West. Zehlendorf: Johannes Ludwig, Bln.-Zehlendorf, Vopeliuspfad 4, Freitag, Ratskeller Zehlendorf. Tempelhof: Ernst Gros, Bln.-Tempelhof, Ordensmeisterstr. 56a, Dienstag, Dorf-Ecke Berliner Straße (Gesellschaftsbaus).' Friedenau: Carlheinz Riepenhausen, Bln.-Steglitz, Menckenstr. 11, Montag und Donnerstag, Gaststätte „Zum Dürer", Friedenau, Dürerplatz 1, 883828. Bezirk Osten Neukölln: Georg Michael, Bln.-Neukölln, Stuttgarter Str. 4 I, Sonntag 10—13 Uhr, Donnerstag abends, „Deutsches Wirtshaus", Bln.-Neukölln, Bergstr. 136, 620460. Cottbuser Tor: Heinrich Probst, Bln. SO 36, Melchiorstr. 11, Lokal Pratter, Bln. SO, Oranienstr.31. Frankfurter Allee: Arthur Gerlach, Bln. O 17. Koppenstr. 81. Dienstag ab 19 Uhr, „Frankfurter Klause", Frankfurter Allee 17. Adlershof: Kurt Jepp, Bln.-Adlershof, Lindenhof II, Mandelweg 36, während der , Einberufung: Walter Jungnitsch, Bln.-Adlershof, Abtstr. 3, Gaststätte Eichelt, Bismarckßtr.84, 687032.___________ _ __ Treptow: Kurt Steinack, Bln.-Neukölln, Elbestr. 28, Donnerstag 17—2f Uhr, Restaurant Otto Erbrecht, Bln. SO 36, Graetzerstr. 28, 682898. Karlshorst: Willi Werwinski, Bln.-Karlshorst, Trautenauer Str. 2,936571, Dienstag, Treskowallee 96 (Rennbahnquelle). Oberschöneweide: Ewald Mews, Bln.-Niederschöneweide, Berliner Str. 39, Mittwoch, Sportrestaurant Döhler, Wühelminenhofstr. 64, Ecke Irmhildstraße, 630268. Lichtenberg: Wilhelm Börner, Bln. O 112, Neue Bahnhofstr. 8, Donnerstag, Restaurant W. Schultz, Holteifltr. 1, 582301. Köpenick: Hans Lüssow, Bln.-Köpenick, Grünauer Str. 92, Dienstag, Gaststätte Förster, Flemmingstr.il. Baumschulenweg (Oberspree): Paul Mittag, Bln.-Baumschulenweg, Mörikestraße 2, 63 0563, Dienstag ab 19 Uhr, Wirtshaus Bruno Krawzyk, Frauenlobstraße, 63 0122. 8

Seite 9

MITTEILUNGSBLATT________DES ' BERLINER SCHACHVERBANDES EV. Oktober 1942 jDtttf iinngoblatt Öcö Berliner §d)ad)bcrbanÖeö E. V. Geschäftsstelle: Berlin-Charlottenburg 1, Kirchplatz 2, IV, Tel. 301052 Berliner Schachverband E. V. Gruppen des Bezirks Sport- und Werkvereine Bewag: Otto Seeger, Berlin-Spandau, Franzstr. 37,420011, Donnerstag,Poststadion. B.V.G.: Hermann Heinig, Berlin SO 36, Elsenstr. 83, 681660, Dienstag und Freitag Kantine Köthner Straße 17. Commerzbank: Erich Feistauer, Oranienburg, Lessingstr. 39, Bankadresse: Mech. Werkstatt, 120027 App. 638, Mittwoch Behrenstr. 29. Deutsche Bank: Robert Liier, Auskunftei Deutsche Bank Berlin W8, Mauerstraße, 11001B (Privat 473735), Dienstag Beamtenkasino Behrenstraße, Gaswerke: Max Orsin, Berlin-Wilhelmshagen, Fürstenwalder Allee 1182, Donnerstag Berlin C 2, Neue Friedrichstr. 109 IV. Heinkel: Albert Petschke, Oranienburg, Immelmannstr. 7, 2951 App. 244, Freitag Havel Schlößchen, Oranienburg, Luisenplatz. Lehrer: Karl Splettstösser, Berlin SW 29, Fichtestr. 13, Mittwoch Lehrervereinshaus Alexanderplatz. Lorenz: Hermann Gulweida, Berlin-Tempelhof, Rohdestr. 18, 754387, Donnerstag Kaffee Viktoria. Osram: Erich Gutjahr, i. Fa. Osram, Berlin O 17, Ehrenbergstr. 11—14, 580013 App. 9747 oder 534, Mittwoch. Ludwigsleide: Georg Radtke, Ludwigsfelde, Motorenstr. 14. Polizei: Oskar Reeder, Berlin-Friedenau, Handjerystr. 2 Port. I, Montag Polizeistadion. Post: Johann Feier, Berlin SW 29, Kottbusser Damm 86—87, 750011 App. 3140, Donnerstag Poststadion. A_ Reichsbank: Gerhard Dunkel, Reichsbank Devisen-Abtl., Stelle f. Abgabe Statistik, Spielleiter Alfred Gehrke, Reichsbank „Koka", 164051 App. 9915, Montag „Schultheiß" An der Friedrichsgracht 50. Reichsversicherungsanstalt für Angestellte: Eugen Grasmeir, Berlin-Wilmersdorf, Laubenheimerstr. 14, Mittmoch, Wilmersdorf, Walter-Fischer-Str. 11. Seherl,: E. Lampson, Scherlverlag „Europa-Stunde" Berlin SW 68, Kochstr. 44, 174571 App. 147 (Privat 810845), Mittwoch und Donnerstag Scherlhaus, Zimmerstraße. Werner Siemens: Georg Rohrbach, Berlin-Siemensstadt, Dienstag, Kameradschaftsheim Siemensstadt, Goebelstraße. Telef unken: Herbert Naumann, Berlin-Zehlendorf-West, Aarauerstr. 17, 840016 (Privat 740690), Montag Berlin SW, Hallesches Ufer 28. Vereinigte Krankenversicherungen: von Lucanus, Berlin W 50, Neue Ansbacher Str. 12a, 259431, Montag Neue Ansbacherstr. 12a. Fritz Werner: Alfred Grosse, Berlin-Marienfelde, Wagemannstr. 34c, Dienstag . Restaurant Krüger, Marienfelde, Kiepertpl. 7. Deutsche Niles-Werke: Alired Hermann, Berlin-Malchow, Str. 10 Nr. 82, 564091 App. 01.

Seite 10

MITTEILUNGSBLATT DES BERLINER SCHACHVERBANDES______EV. Polizeisportverein. Die Meisterschaft der Sportgemeinschaft errang Revier-leutnant Jungk vor Meister der Schutzpolizei Hübel und Leutnant d. R. Breuer. In der zweiten Mannschaft siegte Kriminalassistent Schüller vor Meister der Schutzpolizei Wilkening und Meister der Schutzpolizei Koegstadt, in der dritten Hauptwachtmeister der Schutzpolizei Muss. Berliner Schachgesellschaft. Die Jubiläumsveranstaltungen müssen um eine Woche verschoben werden. Die Vereinsmeisterschaften beginnen am Dienstag, 3. November, um 20 Uhr im Kaffee Viktoria mit der Auslosung und anschließendem Blitzturnier. Das eine Woche dauernde Jubiläumsturnier mit Gästen und das Hauptturnier sollen Mitte Oktober durchgeführt werden. Meldungen können zu den Turnieren noch erstattet werden. Bezirk Norden. In einer Simultanvorstellung am 18. September in der Gruppe Reinickendorf-West erzielte Teschner an 19 Brettern 16 Gewinne gegen 2 Verluste und ein Remis. Eine Sammlung für die Soldatenhilfe ergab dabei einen Betrag von 25 RM. Bezirk Osten. In der Vereinsmeisterschaft der Gruppe Baumschulenweg siegte nach Stichkampf Günter Brauer vor Stenzel, die beide je 9 Punkte erreicht hatten. Den 8. und 4. Platz teilten Palme und Mittag. In der 2. Klasse fielen die Preise an W. Krause, Manthey, Müller und Zimmermann. Simultanspiel Dr. Aljechin Die Simultanvorstellung des Schachweltmeisters Dr. Aljechin am 8. September im Charlottenburger Ratskeller fand bei den Berliner Schachfreunden ein so starkes Interesse, daß die Räume schon lange vor Beginn des Spiels für das schaulustige Publikum geschlossen werden mußten. Dr. Aljechin führte 30 Partien gleichzeitig gegen gute Gegner. Er gewann nach vierstündigem Kampfe 22 Partien, hielt gegen Arbeiter und Vis eide ekbauer) unentschieden und verlor gegen Gramnratiköff (Pankow), Teschner (Wilmersdorf), Dahl (Neukölln), Boysan (Schachgesellschaft) sowie gegen die beiden Jugendspieler Janicke (Lorenz) und Thiele (Schachgesellschaft). Die Vorstellung wird am 8. Oktober bei der Rückreise Aljechins, der inzwischen in München die Europameisterschaft gewonnen hat, zum Turnier im Generalgouvernement wiederholt werden. DER ZUFALL HIESS SCHACHFREUND SCHMIED,UND ER BRACHTE MIR 16 MITTEILUNGSBLÄTTER DES BERLINER SCHACHVERBANDES AUS DEN JAHREN 1941 UND 1942. ALS IM APRIL 1951 DER 1. JAHRGANG UNSERER VORLIEGENDEN MITTEILUNGSBLÄTTER ERSCHIEN, MÜSSEN DIE ALTVORDEREN VON DER EXISTENZ FRÜHERER JAHRGÄNGE NICHTS GE -WUSST HABEN. WER SUCHT HIER NICHT DEN EIGENEN STANDORT UND VERTRAUTE NAMEN. 35 JAHRE SIND JEDOCH EINE LANGE ZEIT ...... ___ INTERESSANT AUCH, DASS DER BETRIEBSSPORT ZUM VERBANDE GEHÖRTE! alonA 10

Seite 11

MITTEILUNGSBLATT DES BERLINER SCHACHVERBANDES EV. y> Die im Freizeitbereich liegende gportliche Tätigkeit des Bürgers kann nicht unter den Prämissen und damit Zwängen gesehen werden, denen er in den Bereichen der Erwerbstätigkeit, des Familienlebens etc unterliegt. Der Begriff Fairnes allein ist die Ausgangsbasis. Fairnes muss walten. Das Spiel geht vor. Denn hier dabei zu sein, ist freier Wille. Schach ist, wie wir sagen, die schönste Nebensache der Welt. Es geht um nicht mehr und weniger als Lebensfreude. Wir sind Sportsleute, die die Verlustpartien als Salz zur Suppe der Gewinnpunkte zu akzeptieren gelernt haben. Wer die Figuren vom Brett fegt und den Tisch umkippt, gehört nicht zu den Wissenden. Für Eiferer sind die Tische bei uns nicht gedeckt, Ich bin sehr für H law and order •' . Aber: Ordnung, damit das Zusammenleben reibungsloser vonstatten geht im Interesse der Konflikt entschärfung. Das System der Ordnung, d.h. das Normengef iige, sprich Satzung, Turnierordnung, Schiedsgerichtordnung, darf aber nicht dazu sozusagen legal zweckentfremdet werden, den Sonderinteressen Einzelner ver -stärkt zu dienen. ...... Ich würde darin einen klaren Verstoss gegen den Sinngehalt einer Freizeitgemeinschaft sehen. Selbstverständlich verschwimmen die Grenzen zwischen unverzichtbaren Ansprüchen und dem Erfordernis des Ein-fügens des Einzelnen in das Ganze. Die Beantwortung der Frage: wie gross ist der Faktor meiner Integrität - bestimmt damit Wert und Stellung des Einzelnen in der Gemeinschaft, also hier des Mitgliedes in seinem Verein. Man muss abwägen. Aber das Unwägbare gibt den Ausschlag. SCHACHREISEN — SCHACHREISEN — SCHACHREISEN — SCHACHRETSRN Uns liegt ein Prospekt vom Schach-Reisebüro Hoffmann vor: Alpen-pokal Nesselwang Schach 14. - 21. Januar 1978 - SCHACH - SCHT ! ,. Preise Hotel mit Vollpension für 8 Tage je Person im Doppelzimmer 385,— DM! Acht Runden Schweizer-System 4o Züge in 2 Stunden. ir» PrelQ TTT »vi Shi --Lehrgang enthalten! Schach-Reisebüro Hoffmann 6622 Hostenbach Amsel schlag 1, Telefon 06834/41672 " ■ : -

Seite 12

MITTEILUNGSBLATT DES BERLINER SCHACHVERBANDES EV. Verbandsgeschäftstelle Nach einer Zwischenlösung mit Domizil im Schachklub Kreuzberg bei ungenügenden und beengten Raumverhältnissen konnte sich die Ver -bandsgeschäftssteile nun in zwei Räumen einer Souterrainwohnung zu sehr günstigen finanziellen Bedingungen etablieren: looQ-42 (Mariendorf), Blumenweg 17 Verbandsarbeit und Vorstandsarbeit ist Verwaltungsarbeit. Nun kann mit dem Aufbau einer Organisation begonnen werden. Es müssen die Zeiten vorbei sein, in denen Vorstandsmitglieder nur für sich arbeiten und ihre Unterlagen anderen nicht zugänglich sind. Es klingt unglaublich, ist aber wahr: es gibt keine Verbandsakten. Nicht einmal eine Sammlung der Mitteilungsblätter existiert. Die von der Witwe des verstorbenen Landesspielleiters B. Weihs dankenswerterweise dem Verband zur Verfügung gestellten Unterlagen könnten den Grundstock bilden. Der Verband erhält so einen räumlichen Mittelpunkt, der als Faktum zu einer Konkretisierung der Tätigkeit führen wird. In der Besetzung der Geschäftsstelle werden sich die Mitglieder des Vorstandes ergänzen. Eine Verbandssekretärin, stundenweise beschäftigt, wird bei der Erledigung der mannigfaltigen Schreib- und Büroarbeiten behilflich sein. Zum 28. November 1977 hat der Vorstand des Berliner Schachverbandes die Vorsitzenden der Berliner Schachvereine zu dem üblichen Vorbereitungsgespräch für den ordentlichen Verbandstag 1977 bei Imbiß und Bier in die Geschäftsstelle des Verbandes eingeladen. Das ist sozusagen die offizielle Eröffnung. Wir glauben, mit dieser Institutionalisierung und Etablierung einer Verbandsgeschäftsstelle den Grundstein für eine erhebliche Verbesserung der Effektivität des Berliner Schachverbandes gelegt zu>haben. Nur - und nun rauss wieder um Geduld und Verständnis gebeten werden es wird natürlich noch dauern, ehe die Auswirkungen sichtbar werden. Aber — man bemüht sich sehr. Davon darf die Berliner Schachgemeinde überzeugt sein. v ah HERAUSGEBER: Berliner Schachverband e.V. VERANTWORTLICH: Der Vorstand des BSV REDAKTION: Alfons Henske DRUCK: Firma Hans Andersen, Oranienstrasse 183, looo-36 Erscheinungsweise: nach Bedarf, mindestens dreimal im Jahr